BERNE/GANSPE - BERNE/GANSPE - Der Regionalverband des Regierungsbezirks Weser-Ems der Johanniter Unfallhilfe würdigte in einer Feierstunde das zehnjährige Bestehen des Bereichs Ambulante Pflege hilfsbedürftiger Menschen. Zur Ehrung im Gasthof „Zur alten Schänke“ in Ganspe waren nicht nur die bediensteten Pflegerinnen und Pfleger sowie Mitglieder des Regionalverbandes der Johanniter Unfallhilfe gekommen, sondern auch der amtierende Oberkreisdirektor Michael Höbrink, Bundestagsabgeordneter Holger Ortel sowie die Bürgermeister der Stedinger Gemeinden Lemwerder und Berne, Hans-Joachim Beckmann und Bernd Bremermann.

Für die Johanniter Unfallhilfe Warfleth sprach Ortsbeauftragter Dieter Liedtke die Bedeutung der Hausversorgung und Pflege für Bürgerinnen und Bürger an, die von ihren Angehörigen nicht in ihrer Wohnung gepflegt und versorgt werden können und auf fachkundige Pflege angewiesen seien. Die Versorgung und Pflege bestehe nicht nur im Einkauf von Dingen des täglichen Gebrauchs, sondern auch in der persönlichen Zuwendung für Menschen, die auch einmal in den Arm genommen werden wollen, so Liedtke.

Der Bundestagsabgeordnete Ortel ging in seiner Rede auf die neue Gesetzesregelung, ein die auch eine Qualitätssicherung der Pflege durch die Hilfskräfte beinhaltet: „Wir müssen uns auf die Entwicklung in unserer Gesellschaft verantwortungsvoll einstellen, die offen zeigt, dass die alte Generation größer und die jüngere Generation immer kleiner wird.“ Damit erhalte die Versorgung der älteren Menschen einen immer größeren Stellenwert, der mehr berücksichtigt werden müsse, so Ortel.

Oberkreisdirektor Höbrink machte deutlich, dass eine Gesellschaft daran gemessen werde, wie sie mit ihren schwächsten Bürgern umgehe. Somit erhalte die Pflege und Versorgung der alten und hilfsbedürftigen Menschen einen immer größeren Stellenwert. Wilfried Barysch, Mitglied des Regionalvorstandes der JUH, überreichte der Pflegedienstleiterin Traute Rückmann eine Urkunde in der ihr, stellvertretend für das ganze Pflegeteam, Dank und Anerkennung für ihren Einsatz zum Ausdruck gebracht wurde. Bürgermeister Bremermann würdigte die Leistung der Pfleger und Pflegerinnen und mahnte zu einer besseren Vergütung der Hilfskräfte.

„Wir sind ein reicher Staat“, sagte Bürgermeister Bernd Bremermann, „auch wenn wir uns ständig über die hohen Kosten beklagen.“ Für die Arbeit des Pflegedienstes sei die Bezahlung durchaus noch zu verbessern. Bremermann sowie Bürgermeister Beckmann überreichten Traute Rückmann einen Geldbetrag.