Berne - Fraktionsvorsitzende Antje Neuhaus-Scholz und ihre Mitstreiter stellten nun das Wahlprogramm des Ortsvereins Bündnis 90/Die Grünen vor. Die Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, durch verschiedene Maßnahmen Berne zu einem lebens- und liebenswerten Ort zu machen.

Allem voran stehen Umwelt- und Klimaschutz, damit die Natur als Lebensgrundlage der Menschen bewahrt bleibt. Für die Weiterentwicklung von Photovoltaik und Solarenergie, die Betreuung kommunaler Liegenschaften oder Energieberatungen soll ein Klimaschutzbeauftragter eingesetzt werden. Die Weiterentwicklung des Landschaftsplans, eine Baumschutzsatzung, Maßnahmen zum Schutz des Weißstorchs oder der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat wurden ins Wahlprogramm aufgenommen.

Auch die Einspeisung von in Biogasanlagen erzeugter Energie ins örtliche Netz gehören zu den Vorhaben der Partei – ohne die Vermaisung zu fördern. Um die nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen, plädiert die Partei für einen Subventionsabbau bei Großbetrieben.

Die Existenz der familiären, mittelständischen Betriebe soll dagegen gestärkt werden, indem die Vermarktung regionaler Produkte beispielsweise durch Wochenmärkte gefördert wird. Artgerechte Tierhaltung und kurze Wege bis zum Verbraucher untermauern das Konzept. Weiter wollen sich die Grünen für mehr bezahlbaren Wohnraum von solidem Standard einsetzen. Konzepte für Haus- und Wohngemeinschaften älterer Menschen sollen entwickelt werden. Statt freie Flächen zu versiegeln, sollten brachliegende Gebäude durch einen Umbau nutzbar gemacht werden.

Neben dem Ausbau des Radwegenetzes entlang der Motzener Straße oder nach Hude, einer Überwegung der Bundesstraße 212 neu am Warflether Helmer, der Einführung von Fahrradboxen oder der Gründung eines Car-Sharing-Arbeitskreises soll die Mobilität durch bessere Bus- und Bahnverbindungen das Leben ohne Auto erleichtern.

Für die Jugend sind Nachtbusse geplant. Um die Jugendarbeit neu aufzustellen, möchten die Grünen einen ehrenamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten einsetzen. Auch an der Willkommenskultur festhalten und die Eingliederung von Flüchtlingen fördern, wollen die Mitglieder. Sport- und Spielplätze flächendeckend erhalten, der Aufbau eines kostenlosen Freifunknetzes oder die Bedingungen für die örtliche Wirtschaft und den Tourismus zu verbessern gehören neben vielen anderen Punkten zum Wahlprogramm.