Berne - „Einen Start zum 3. März wird es nicht geben“, darauf legte Fachbereichsleiterin Anke Egenhoff sich am Dienstagabend im Ausschuss für Schulen und Soziales fest. Der Termin sei auch nie im Gespräch gewesen, ihr mithin auch nicht bekannt. CDU-Ratsfrau Elke Belsemeyer hatte eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gerichtet, weil ihr aus Elternkreisen der 3. März als Starttermin genannt worden sei.

Dass es bis dahin nichts werde, Mädchen und Jungen im Alter bis drei Jahren in privater Kindertagespflege zunächst im Kinnerpadd und zu einem späteren Zeitpunkt auch im Haus Glüsinger Helmer 3 zu betreuen, liegt an der fehlenden Nutzungsänderung. Die ist beim Landkreis Wesermarsch zwar längst beantragt, allerdings wartet die Gemeinde noch auf die Genehmigung.

Dass diese zumindest ein Stück näher gerückt ist, deutete Anke Egenhoff an: Der Brandschutzgutachter habe das Haus in Augenschein genommen, jetzt erwarte die Gemeinde noch dessen Verbesserungs- und Änderungswünsche. Sollte die Genehmigung dann einmal vorliegen, könne es recht schnell gehen: Das benötigte Material sei bestellt, die Tagespflegepersonen seien eingebunden, so die Fachbereichsleiterin.

Auf die Frage von Elke Belsemeyer, warum die Nutzungsänderung derart lange auf sich warten lasse, wusste Anke Egenhoff keine Antwort. Der Ausschuss schien einem Vorschlag von Ratsherr Eike Rulfs aber nicht ganz abgeneigt zu sein: „Bringen wir die Kinder doch alle zur Poggenburger Straße“, hatte der CDU-Ratsherr angeregt. An der Poggenburger Straße in Brake steht das Kreishaus. Und dort sieht die Berner Kommunalpolitik den Grund für die lange Dauer.

Anke Egenhoff jedenfalls versprach, den Starttermin der Kindertagespflege für Krippenkinder sofort kund zu tun, wenn er denn feststeht.

Markus Minten
Markus Minten Redaktion Oldenburg (Leitung)