Berne - Der Landkreis Wesermarsch will einen Klimaschutzmanager einstellen, der entsprechende Maßnahmen konzipieren und umsetzen soll. Die Gemeinde Berne steuert, wie berichtet, zur Finanzierung dieser Stelle drei Jahre lang jeweils 4000 Euro bei. Deshalb fordern die Berner Grünen nun, dass bei der Stellenbesetzung die Interessen der Gemeinde berücksichtigt werden.
In der jüngsten Fachausschusssitzung hatten die Grünen den Antrag eingebracht, Klimaschutz-Schwerpunkte der Gemeinde zu benennen. Diese sollten dem Landkreis übermittelt werden mit der Bitte, diese bereits bei der Stellenausschreibung mit zu berücksichtigen. „Wenn die Ausschreibung jetzt bevorsteht, ist es doch genau der richtige Zeitpunkt, das Anforderungsprofil mitzugestalten“, begründete Hauke Uphoff-Bartelds für seine Fraktion den Antrag.
Lars Steenken (SPD) zweifelte daran, dass die Gemeinde großen Einfluss auf die Stellenausschreibung nehmen könne angesichts des vergleichsweise bescheidenen Betrages, den sie zu den Personalkosten beisteuert. Neben Berne beteiligen sich auch Elsfleth und Stadland an den Kosten für diese Stelle, den größten Anteil übernimmt jedoch der Landkreis.
Weil dies auch von anderen Ausschussmitgliedern ähnlich gesehen wurde, soll nun zunächst der Ausschreibungstext des Landkreises eingesehen werden. Sollten sich darin die Wünsche der Gemeinde nicht wiederfinden, könne man immer noch aktiv werden, hieß es.
Laut Bürgermeister Franz Bittner hat der Landkreis für die Stelle erst jetzt einen Förderantrag gestellt. Mit Genehmigung, der folgenden Ausschreibung und anschließenden Besetzung dürfte nach seiner Einschätzung der neue Klimaschutzmanager kaum vor dem 1. Januar 2016 seine Tätigkeit aufnehmen.
Die Gemeinde Berne will nur ein Klimaschutz-Teilkonzept für den Bereich Erneuerbare Energien erstellen. Deshalb schafft sie keine eigene Stelle für einen Klimaschutzmanager.
