Ammerland - Mit einer Kleinen Anfrage zum Thema Berufsstarterklassen hat sich der Ammerländer CDU-Landtagsabgeordnete und Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke, an die rot-grüne Landesregierung gewandt. Zu Erstaunen, Verwirrung und Beunruhigung hätten im Ammerland, so Nacke, Äußerungen von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) geführt, die in der NWZ zu lesen waren. Danach setzten sich Weil und Heiligenstadt für eine engere Verzahnung von Schule und Beruf ein. Heiligenstadt wolle 17 Modellschulen errichten, aus denen Jugendliche für zwei Tage in Unternehmen wechseln könnten und so bessere Chancen hätten, Ausbildungsplätze zu finden.
Im Ammerland gäbe es an der Hauptschule Bad Zwischenahn und der Oberschule Wiefelstede bereits erfolgreiche Berufsstarterklassen, so Nacke. In diesen würden derzeit 60 junge Leute gefördert, deren Hauptschulabschluss gefährdet sein könne. Der Landkreis Ammerland finanziere dieses Angebot seit vielen Jahren mit derzeit 118 000 Euro jährlich. Die Berufsstarterklassen seien spezielle, berufsorientierende Angebote, durch die die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen erhöht und die Vermittlung in eine betriebliche Ausbildung verbessert werden solle.
Nacke fragt, ob der Landesregierung bekannt sei, dass es bereits ähnliche Projekte wie die Berufsstarterklassen gäbe und warum die Pläne der Kultusministerin als Modellvorhaben bezeichnet würden. Außerdem will der CDU-Politiker wissen, was nach Einführung der 17 Modellschulen mit den bestehenden Berufsstarterklassen geschehe. Außerdem erkundigt er sich danach, ob die Berufsstarterklassen mit einem Zuschuss des Landes rechnen könnten oder ob die Landesregierung ihre Modellvorhaben vorziehe.
