Berne - „Was wir meinen, in den kommenden fünf Jahren anpacken zu müssen, das haben wir kurz und knapp zusammengefasst“: So umschreibt Karl-Ernst Thümler das Programm, mit dem die Berner CDU sich zur Kommunalwahl positioniert. Eingeflossen in diese „grobe Richtschnur“ (Thümler) seien neben Zielen, die in der vergangenen Wahlperiode aus verschiedenen Gründen nicht erreicht wurden, insbesondere die Wünsche und Ideen der 15 Kandidaten, die sich für die CDU um einen Sitz im Berner Gemeinderat bewerben.
Ein wichtiges Thema für den neuen Rat sei die Instandsetzung der Straßen und Brücken, für die die Gemeinde zuständig ist. „Da schieben wir ordentlich was vor uns her“, sagt Karl-Ernst Thümler. Angesichts der Finanzlage der Kommune sei das eine Aufgabe, die Rat und Verwaltung noch lange beschäftigen wird.
Fortgesetzt werden müsse der Abbau der Verschuldung, ergänzt Elke Belsemeyer. Da sei in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht worden. Das müsse fortgesetzt werden. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum. Der CDU schwebt als Modell das „Betreute Wohnen“ vor; Platz dafür wäre im Baugebiet Schwarzer Weg, glaubt Karl-Ernst Thümler.
Flexibler müsse das Betreuungsangebot an den Berner Grundschulen und in den Kindergärten werden. „Das muss stärker an die Bedürfnisse der Eltern angepasst werden“, sagt Elke Belsemeyer.
Vereine und Feuerwehren verdienten weiter uneingeschränkte Unterstützung. „Das ist ganz, ganz wichtig“, betont Karl-Ernst Thümler. So habe etwa die Kinderfeuerwehr „Priorität“, um den Nachwuchs für die Feuerwehren sicherzustellen.
Um die Gemeinde, die nach Ansicht der CDU gut mit Schul-, Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten versorgt sei, weiter attraktiv zu machen, dürfe nicht nur der Ortskern Berne entwickelt werden (was die CDU selbstverständlich ebenfalls unterstützt), sondern auch die Außenbereiche. Beispielsweise, so Elke Belsemeyer, müsse es leichter möglich sein, landwirtschaftliche Betriebe flexibler zu nutzen.
In diesem Zusammenhang müsse auch die vor Jahren beschlossene Straßenausbaubeitragssatzung überarbeitet werden. Die bisher geltende Regelung muss nach Ansicht von Karl-Ernst Thümler „neu überdacht werden“.
Ein Gewerbegebiet an der B 212 neu, schnelleres Internet im gesamten Gemeindegebiet, Ausbau von Radwegen an den Landesstraßen im Gemeindegebiet, die solide Ausstattung des Bauhofs oder die Integration von Neubürgern sind weitere Punkte, an denen die CDU weiterarbeiten möchte.
Da es derzeit im Rat keine Mehrheit für eine Fraktion gibt, sei es unredlich, Versprechungen zu machen, die man nicht halten könne. Aber die Ratsarbeit mache deshalb umso mehr Spaß, weil man gemeinsam an der positiven Entwicklung der Gemeinde arbeite, freut sich Karl-Ernst Thümler schon auf die nächste Wahlperiode bis 2021.
