Rom - Die Teilnehmer der UN-Ernährungskonferenz in Rom wollen den Kampf gegen Hunger und Mangelernährung verschärfen. Am Mittwoch verabschiedeten Delegierte aus mehr als 170 Teilnehmerstaaten eine Erklärung, die das Recht jedes Menschen auf Zugang zu gesundem, ausreichendem und nahrhaftem Essen festschreibt. Die Regierungen weltweit sind aufgefordert, Mangelernährung in all ihren Formen zu bekämpfen – dazu zählt auch Fettleibigkeit. Auch wurde ein Rahmenwerk für Aktionspläne beschlossen, das Maßnahmen empfiehlt und Ziele bis 2025 festlegt.
Die dreitägige Konferenz hatte am Mittwoch begonnen. Für diesen Donnerstag ist eine Rede von Papst Franziskus angesetzt. Weitere namhafte Gäste sind der US-Ökonom Jeffrey Sachs sowie Melinda Gates, Ehefrau des Microsoft-Gründers Bill Gates. In ihren Wohltätigkeitsorganisationen befassen sie sich ebenfalls mit dem Thema Hunger und Ernährung.
Nach Ansicht der Welthungerhilfe in Berlin sollte es bei der Konferenz nicht nur um Hilfsprojekte gehen, sondern auch um die Gesetzgebung in den Industrienationen, sagte eine Sprecherin.
Der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Jamann, sagte zudem im ARD-Morgenmagazin: „Bei der Bundesregierung ist zwar viel guter Wille zu spüren, aber leider fehlen die Taten.“ Der aktuelle Etat für die Entwicklungszusammenarbeit sei zu niedrig.
