Abbehausen - Die Arbeitsgruppe Landesgeschichte im Rüstringer Heimatbund eröffnet das neue Jahr mit einem Vortragsabend über den Oldenburgischen Landtag. Bei der öffentlichen Veranstaltung, die am Dienstag, 3. Januar, um 19.30 Uhr im Landhotel Butjadinger Tor in Abbehausen beginnt, tritt Professor Dr. Albrecht Eckhardt als Referent auf. Der Edewechter ist vielen bekannt als ehemaliger Leiter des niedersächsischen Staatsarchivs in Oldenburg.

Der Oldenburgische Landtag wurde erstmals in der Revolutionszeit 1848 einberufen und bestand bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. 1946 setzte die britische Militärregierung noch einmal einen Landtag mit ernannten Abgeordneten ein, der bis zur Gründung des Landes Niedersachsen im November 1946 erhalten blieb.

Albrecht Eckhardt schildert die Geschichte dieses Parlaments, zu dem vor zwei Jahren ein umfangreiches Handbuch erschienen ist. Vor allem aber widmet er sich der Tätigkeit und den Lebensläufen jener Abgeordneten, die das Butjadinger Land und die 1908 gegründete Stadt Nordenham im Oldenburger Parlament bis 1933 vertreten haben. Zu einem Großteil von ihnen können auch Bilder gezeigt werden.

Im jetzt zu Ende gehenden Jahr hat die Arbeitsgruppe Landesgeschichte regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat ihre Vortragsveranstaltungen im Butjadinger Tor abgehalten. Für viele Heimatfreunde haben diese Zusammenkünfte seit Gründung der Arbeitsgruppe im Jahre 1979 einen festen Stellenwert im Kalender. Einerseits bieten sie den forschenden Mitgliedern im Rüstringer Heimatbund sowie Forschern anderer Organisationen ein schönes Forum zur Vorstellung ihrer Arbeiten. Andererseits besuchen die Gäste diese Veranstaltungen gerne, um Neuigkeiten und Informationen über den Stand der aktuellen Forschung zu erhalten.

Es sind aber nicht nur die Stammgäste, die regelmäßig bei den Veranstaltungen erscheinen, sondern auch viele Gelegenheitsbesucher, die sich für bestimmte Themen interessieren. So kommt es zu großen Unterschieden in der Besucherzahl. Die wenigsten Gäste kamen im August (40), die meisten im März (108).

Insgesamt nahmen an den 11 Veranstaltungen in diesem Jahr 758 Besucher teil, im Durchschnitt also jeweils 69. Die Zahl lag damit knapp über der des Vorjahres. Der Einzugsbereich der Gäste erstreckt sich über die ganze Wesermarsch, aber auch aus Bremen, Oldenburg und Friesland kommen Teilnehmer.

„Es ist allen Verantwortlichen klar, dass eine solche Gästezahl nur erreicht und gehalten wird, wenn attraktive Themen auf dem Programm stehen“, sagt der Heimatbund-Vorsitzende Hans-Rudolf Mengers. Aber es sei auch zu berücksichtigen, dass nur noch etwa die Hälfte der Vorträge von den eigenen Mitgliedern bestritten werde, während die übrigen von auswärtigen Fachleuten gehalten würden. „Das hat sich als gute Mischung erwiesen“, meint Hans-Rudolf Mengers, der auch die Arbeitsgruppe leitet.