Beverbruch - Soll der östlich von Beverbruch gelegene kleine Nikolausdorfer Siedlungsbereich Ringstraße/Staatsweide dem Ort Beverbruch angegliedert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bürgerverein nun auf seiner Mitgliederversammlung im Saal Witte-König. Diese Frage sei mehrfach an den Bürgerverein herangetragen worden, berichtete Vorsitzender Norbert Budde. Nach einer lebhaften Diskussion stimmten die anwesenden Nikolausdorfer Bürger mehrheitlich dafür, dass der Bürgerverein Beverbruch in dem betroffenen Siedlungsbereich zunächst eine schriftliche Befragung der Anwohner hierzu vornimmt.

Zu Gast bei der Veranstaltung im Saal Witte-König waren Carola Krogmann, die das Rufbussystem moobil+ vorstellte und Ratsherr Martin Backhaus. Er berichtete dem Bürgerverein von den Vergaberichtlinien für Bauplätze.

Auf zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen wie dem Umwelttag, die Teilnahme am 100-jährigen Bestehen von Falkenberg, die Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl, wies er hin. Verschoben werden musste die Erweiterung der Skaterbahn.

Darüber hinaus habe der Bürgerverein die Dorfentwicklung „Beidseitg der Lethe“ angestoßen. In dem interkommunalen Projekt will Großenkneten die Bauerschaften Bissel, Halenhorst, Haschenbrok, Hengstlage und Döhlen weiterentwickeln, die Garreler die Ortschaften Beverbruch und Nikolausdorf. Eine wichtige Entwicklung sei der Abriss der Hofstelle Engelmann gewesen. Nach dem vielen Hin und Her auch wegen der geplanten Stromtrasse gehe es mit der Planung des Baugebiets voran. „Unser Protest war der richtige Weg“, hielt der Vorsitzende fest. „Vor allem die Medien haben uns weiter geholfen.“ Norbert Budde wurde auf der Mitgliederversammlung des Bürgervereins Beverbruch als erster Vorsitzender bestätigt. Als Schriftführerin löst Christina Faske Helga Bert ab, die nicht mehr für den Posten zur Verfügung stand. Beisitzer bleiben Christiane Faske und Björn Möller. Neu hinzu kommt außerdem Michael Budde. Für die Kassenprüfung sind im kommenden Jahr Manfred Bert und Jürgen Willenborg zuständig.

Im Anschluss an die Wahl stellte Carola Krogmann das neue Rufbussystem moobil+ vor. Die Referentin suchte überdies auch für Beverbruch noch nach Mobilitätspaten. Der Beverbrucher Ratsherr Martin Backhaus erläuterte anschließend die im Februar vom Garreler Rat beschlossene Ergänzung der Vergaberichtlinien für Bauplätze. „Neu ist, dass die einheimischen Bürger bei der Vergabe zuerst bedient werden sollen“, betonte Backhaus mit Blick auf das neue Baugebiet in Beverbruch und nahm zu den einzelnen Kriterien Stellung. Auf besonderes Interesse stießen die neu eingeführte Reservierungsgebühr von 1000 Euro und die Pflicht, innerhalb von zwei Jahren zu bauen.

Weiter thematisierte Budde die Standortsuche für eine Schutzhütte im Raum Beverbruch. Das Ergebnis: Sie soll am Regenrückhaltebecken in der Nähe des Radweges am Beverbrucher Damm aufgebaut werden. Gleichzeitig äußerten die Beverbrucher betreffend dieser Kreisstraße ihre Unzufriedenheit an dem schlechten Zustand der zum Norden erst neu fertiggestellten Straße, die deutliche Bodenwellen und Unebenheiten aufweist.