• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Wagenknecht will sich aus "Aufstehen"-Spitze zurückziehen

09.03.2019

Berlin (dpa) - Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht will sich einem Medienbericht zufolge aus der Spitze der von ihr initiierten linken Sammlungsbewegung "Aufstehen" zurückziehen.

"Wir brauchen eine Neuaufstellung an der Spitze von "Aufstehen"", sagte Wagenknecht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS"). "Die Parteipolitiker sollten sich zurücknehmen, das betrifft auch mich selbst. Sie waren mit ihren Erfahrungen anfangs notwendig. Aber jetzt ist es richtig, Verantwortung abzugeben." Wagenknecht hatte die Bewegung zusammen mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine gegründet, um linke Wähler zu erreichen, die sich von den klassischen Parteien abgewendet haben.

"Aufstehen" war Anfang September gestartet und zählt heute nach eigenen Angaben rund 170 000 Unterstützer. Vier Wochen nach ihrer Gründung hatte die Bewegung bereits etwa 100 000 Unterstützer gemeldet. Anders als bei politischen Parteien muss man dafür keinen Mitgliedsbeitrag zahlen und kann sich einfach im Internet anmelden.

Wagenknecht sagte der "FAS", die Bewegung könne "besser leben, wenn sie denen übergeben wird, die sie an der Basis ohnehin tragen". Der ehemalige Linke-Parteichef Lafontaine hatte bei der Gründung von "Aufstehen" betont, sie seien von dem starken Zulauf überrascht worden. In ihrer eigenen Partei stießen die beiden allerdings auf viel Ablehnung. Die Spitzen von SPD und Grünen reagierten ebenfalls skeptisch.

Wagenknecht sagte der Zeitung nun, sie werde die Bewegung weiter unterstützen, etwa durch öffentliche Auftritte. "Aber ich muss auch sehen, welches Arbeitspensum ich schaffe. Dass ich jetzt zwei Monate krankheitsbedingt ausgefallen bin, hatte auch mit dem extremen Stress der letzten Jahre zu tun. Da muss ich eine neue Balance finden."

Die Linken-Fraktionschefin gestand auch Fehleinschätzungen ein. "Die Parteien, die wir ansprechen wollten, haben sich eingemauert", sagte sie der "FAS". Für viele ihrer Forderungen habe es keine Mehrheiten im Bundestag gegeben - aus dieser Sackgasse habe sie mit der Sammlungsbewegung herauskommen wollen. "Aber die Parteiführungen von SPD und Linker fühlen sich in der Sackgasse offenkundig so wohl, dass sie die Chance, die "Aufstehen" mit seiner großen Resonanz bedeutet hat, ausgeschlagen haben."

Lafontaine hatte erst im Februar, fast sechs Monate nach dem offiziellen Start von "Aufstehen", gesagt, er sehe noch "Luft nach oben". "Wir sind sehr gut gestartet. Aber jetzt sind wir in den Mühen der Ebenen, weil es organisatorische Schwierigkeiten gibt." Strukturen der Bewegung in den Ländern, Städten und Gemeinden könnten nicht "von heute auf morgen" aufgebaut werden. "Das verlangt Zeit."

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.