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NWZonline.de Nachrichten Politik

Nach wie vor fehlen Erzieher

27.09.2019

Bielefeld /Wittmund In deutschen Kindertagesstätten fehlen einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge 106 500 Fachkräfte. Zwar wurde die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher mit dem Kita-Ausbau in den vergangenen zehn Jahren um 54 Prozent aufgestockt, wie die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Laut dem neuen „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2019“ reicht das Personal allerdings auch in Niedersachsen und Bremen nicht aus. Experten warnen unterdessen davor, den Betreuungsschlüssel als alleiniges Qualitätsmerkmal heranzuziehen.

Derzeit kommen nach der Studie auf eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft im Bundesdurchschnitt 4,2 ganztags betreute Krippenkinder unter drei Jahren oder 8,9 ältere Kindergartenkinder. Laut Empfehlung der Stiftung soll eine Erzieherin statistisch für höchstens drei Kleinkinder oder 7,5 Kinder über drei Jahren zuständig sein. Im Land Bremen kommen rechnerisch 3,5 ganztagsbetreute Kinder auf eine Krippenfachkraft. In Kindergartengruppen sind es 8,3 Kinder pro Fachkraft. Niedersachsen weist in Krippen einen schlechteren Personalschlüssel auf als das Nachbarland (3,8 zu 1). Bei den Kindergärten liegt es allerdings bei 7,9 zu 1.

Für beide Länder bemängelte die Bertelsmann-Stiftung, die Betreuungssituation in den Kitas sei nicht kindgerecht und führe zu einer hohen Arbeitsbelastung für die Fachkräfte. Bundesweit seien eine kostenfreie Ausbildung, eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie eine Renten- und Sozialversicherungspflicht für alle Ausbildungsgänge nötig.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte, die Bertelsmann-Studie zeichne ein realistisches Bild der Lage. Die rot-schwarze Landesregierung sei aufgefordert, weiter in Kita-Plätze, Personal und Ausbildungskapazitäten zu investieren. Außerdem gelte es, den Abbau regionaler Unterschiede in den Blick zu nehmen. Aktuell muss laut Studie eine Krippen-Fachkraft im Landkreis Wittmund rein rechnerisch fast drei Kinder mehr betreuen (1 zu 5,8) als im Landkreis Oldenburg (1 zu 3,1).

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