Dreimal ist der Bremer Anwalt Karim Popal in den vergangenen Monaten nach Afghanistan geflogen. An diesem Mittwoch wird er erneut nach Kundus reisen – diesmal hat er eine gute Nachricht für seine Mandanten im Gepäck. Die Bundesregierung hat Entschädigungen für die Opfer des verheerenden Luftangriffs Anfang September zugesagt. Die Reisen finanzierte der in Afghanistan geborene Anwalt aus eigener Tasche, Honorar erhält er nach eigenen Angaben nicht. Sein Engagement für die Hinterbliebenen begreift er als einen humanitären Einsatz: „Ich fühle mich verpflichtet, etwas für meine alte Heimat zu tun.“ 1979 kam Popal als 19-Jähriger nach Deutschland. Obwohl er damals kein Wort Deutsch sprach, studierte er später Jura. In den vergangenen Jahren kehrte Popal viele Male in sein Geburtsland zurück, um Richter, Anwälte und Polizisten auszubilden.
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