Seit Jahren schon galt er als „der kommende Mann“ in seiner Partei. Josef Pröll (40), amtierender ÖVP-Parteichef, der in der neuen Koalitionsregierung in Wien voraussichtlich Finanzminister und Vizekanzler wird, steht in seiner konservativen Volkspartei für „Modernisierung“. Er soll die stark angestaubte Partei nach der schweren Niederlage der „Schwarzen“ bei der jüngsten Wahl wieder konkurrenzfähig und auch für junge Österreicher wählbar machen. Pröll, der am 14. September 1968 im niederösterreichischen Stockerau geboren wurde, ist studierter Landwirt. Seine Karriere begann er 1993 bei der Landwirtschaftskammer und dem Österreichischen Bauernbund, einer mächtigen Unterorganisation der ÖVP. Im Jahr 2000 wurde „der Sepp“ dann vom damaligen Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer als Büroleiter nach Wien geholt. 2003 übernahm er das Ministerium.
bild: dpa
