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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bischöfe beschäftigen sich mit Sex-Themen

05.10.2014

Rom Im Vatikan laufen die letzten Vorbereitungen für das Bischofstreffen über die Lehre der katholischen Kirche zu Familie, Ehe und Sexualität. Papst Franziskus empfing am Samstag den Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, zu einer Privataudienz. Am Abend wollte das katholische Kirchenoberhaupt mit Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom für einen guten Verlauf der zwei Wochen dauernden Bischofssynode beten. Franziskus eröffnet das Treffen mit 191 Bischöfen aus aller Welt am Sonntag (10.00 Uhr) mit einer Messe im Petersdom. Am Montag beginnen die Arbeitssitzungen.

Konkret geht es bei der Synode um Themen wie Scheidung, Abtreibung oder die Homo-Ehe. Dazu war ein Arbeitspapier auf Grundlage von Umfragen in allen Teilen der Weltkirche erstellt worden,um erstmals auch die Meinung der „einfachen“ Kirchenmitglieder zu erfragen. Das Dokument („Instrumentum Laboris“) hatte gezeigt, dass für viele Gläubige eine Kluft zwischen ihrer Lebenswirklichkeit und der Lehre der katholischen Kirche besteht.

Beschlüsse sind von dem Treffen, an dem auch Laien teilnehmen, nicht zu erwarten. Es dient zur Vorbereitung einer weiteren Synode im kommenden Jahr zum gleichen Thema. Die Ergebnisse der anstehenden Beratungen sollen in ein Abschlussdokument einfließen.

Im Vorfeld waren bereits die verschiedenen Fronten deutlich geworden: So lehnen konservative Vertreter etwa die Zulassung von Gläubigen zur Kommunion ab, die nach einer Scheidung wieder geheiratet haben. Andere hatten hier eine mögliche Lockerung der kirchlichen Lehre angedeutet. Führende Kirchenvertreter hatten aber eine Parteienbildung unter den Bischöfen zurückgewiesen.

Unmittelbar vor Beginn der Synode sprach sich der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode für einen neuen Umgang aus: „Ich persönlich bin der Meinung, dass man Betroffenen nach einer Zeit der persönlichen Auseinandersetzung und der Buße auch wieder die Nähe Christi in Gestalt der Sakramente schenken sollte“, sagte der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz der Zeitung „Die Welt“ (Samstag).

Der Generalsekretär die Synode, Kurienkardinal Lorenzo Baldisseri, erwartet eine offene Diskussion in einem „Klima des Respekts für jede Position“. Es gehe darum, „gemeinsam die Wahrheit zu suchen“, wie er am Freitag bei der Vorstellung des Programm gesagt hatte.

Die Laien in der katholischen Kirche erhoffen sich von der Bischofssynode frischen Wind und Reformimpulse. Die grundlegenden kirchlichen Aussagen zum Thema Ehe und Familie dürften nicht länger durch einzelne Verbote verstellt werden, sagte der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, der Nachrichtenagentur dpa.

Die Laienbewegung „Wir sind Kirche“ hofft auf eine „positive Wende in der Kirchengeschichte“. Lange sei der Dialog unterdrückt worden, so die Organisation am Samstag in Rom.

Aus Deutschland nehmen der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die Berliner Familienberaterin Ute Eberl teil.

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