Kanzler grüßt Königinnen: Wenn Ozeanriesen wie die „Queen Mary 2“ viel bestaunt den Hamburger Hafen erreichen, führt ihr Weg auch am Bismarck-Denkmal vorbei. Hoch oberhalb der Landungsbrücken wacht der in Stein gehauene Reichsgründer über ein- und auslaufende Schiffe und zieht die Blicke der Touristen auf sich. Neben dem großen Michel, der nur ein paar Schritte entfernt ist, zählt der schwertbewehrte Kanzler zu den Hamburger Wahrzeichen – seit genau einem Jahrhundert. Am Freitag vor 100 Jahren, am 2. Juni 1906, wurde die Statue eingeweiht.
Der 36 Meter hohe Koloss wiegt 625 Tonnen. Geplant und ausgeführt wurde er vom Architekten Emil Schaudt und vom Berliner Bildhauer Hugo Lederer, der es in Form einer Rolandstatue geschaffen hat. Die für das Denkmal verwendeten Granitblöcke stammen aus dem Schwarzwald.
