Oldenburgs Beziehung zur Bundeswehr bleibt immer eine besondere. Das bewiesen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die am Freitagabend zum traditionellen Biwak der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31 in die Henning-von-Tresckow-Kaserne in Bümmerstede gekommen waren. Brigadekommandeur Brigadegeneral Reinhardt Zudrop begrüßte u.a. den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Thomas Kossendey.
Lesung mit Harfe
Die Oldenburger Autorin Christine Metzen-Kabbe hat nun im Café Kurswechsel den zweiten Band der Zedek-Trilogie „Der Hirte und der Nomade“ vorgestellt. Die Autorin las aus ihrem Werk vor, die musikalische Gestaltung übernahm die Harfenistin Pia Henkel. Der zweite Band der jetzt im Geest-Verlag erschienen Trilogie setzt sich mit der Geschichte des Mannes auseinander, der landläufig unter dem Namen Kain bekannt ist.
Zahlen beeindrucken
Das Jubiläumsmotto des Oldenburger Vereins Konfliktschlichtung ist eine Aussage, keine Frage: Warum sich die Menschen so gerne vertragen. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass sie es gerne tun“, begründete Jochen Hillenstedt die gewagte Formulierung. Auf der Fachtagung im Alten Landtag gab es am Freitag zwischen dem Vorsitzenden und den Gastrednern jedenfalls keinen Streit über die Erfolge des Täter-Opfer-Ausgleichs. Dem widmet sich der Oldenburger Verein nun seit 25 Jahren. Seit 1987 haben 10 000 Jugendliche und Erwachsene an einer Vermittlung, der sogenannten Mediation, teilgenommen. Diese Zahl beeindruckte auch Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann: „Die Schlichtung von Konflikten ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Rechtsstaats mit hoher Akzeptanz.“ Land und Stadt unterstützen die Arbeit des Vereins, der jedoch auf Spenden und Sponsoren angewiesen ist. „Die Landesregierung wird sich weiter auch finanziell für den Täter-Opfer-Ausgleich einsetzen“, sagte der Politiker zu. Damit nahm er den „Wink mit dem Zaunpfahl“ von Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler auf. Sparen müsse zwar sein, aber nicht überall, hatte sie zuvor an die Adresse des Ministers gerichtet.
Verdienstkreuz
Für ihr großes Engagement in der Völkerverständigung und im Bildungsbereich hat Bundespräsident Joachim Gauck auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministerpräsidenten der Oldenburgerin Marie-Corentine Sandstede das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Oberbürgermeister Gerd Schwandner übergab Sandstede am Freitag die Verleihungsurkunde und das Ordenszeichen. Eine Rede hielt auch Marie Odile Bonkoungou, Botschafterin der Republik Burkina-Faso. Die pensionierte Lehrerin Sandstede engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten. Anfang der 1970er Jahre wurde sie aktives Mitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft Oldenburg (DFG). Durch ihr Engagement bei der DFG war sie 1984 eine der Mitbegründerinnen der Städtepartnerschaft zwischen Oldenburg und der französischen Stadt Cholet.
