Bockhorn - Im Betriebsgebäude des Erlebnisbades Bockhorn „gibt es Probleme“, wie Bürgermeister Andreas Meinen am Mittwochabend im Rathaus vor dem Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss sagte. Vor allem mit dem Dach und mit der Elektrik. Nach einer Begehung „sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Bau schaffen müssen.“ Zustimmung im von Matthias Ihmels (SPD) geleiteten Ausschuss, allerdings: „Warum ist das so teuer?“, fragte Christel Bartelmei (CDU). Eine erste Kostenschätzung geht von 1,4 Millionen Euro aus.

Planer Udo Janßen, von der Janßen und Bär Partnerschaft (Bad Zwischenahn), wies darauf hin, dass es in dem Gebäude, in dem vor allem die Umkleidekabinen und die Sanitärräume untergebracht sind, „einen hohen Technikanteil gibt.“ Genaue Kostenberechnungen sollen aber noch folgen. Christian Bergfeld (SPD) erklärte: „Die Kosten sind ein ganz schönes Pfund für die Gemeinde Bockhorn, aber das Bad ist von regionaler Bedeutung. Wir sollten etwas tun für eine attraktive Infrastruktur.“

Anke Rull (Grüne), selbst Frühschwimmerin, sagte: „Ich möchte das Bad nicht missen.“ Harald Duttke (FDP) forderte: „Wir sollten bald mit dem Bau anfangen, damit der Betrieb im nächsten Sommer laufen kann.“ Der Aussschuss empfahl, die Planungen fortzusetzen – inklusive Kostenprüfungen.

Ein Antrag der Gruppe FDP/Scherer, in Bockhorn bei der Minigolfanlage wieder eine Boulebahn einzurichten, wurde in die Fraktionen zur Beratung verwiesen. Gleichzeitig soll das Interesse in der Bevölkerung erkundet werden. Der Bau von Insektenhotels in Kindergärten und Schulen soll von der Gemeinde finanziell unterstützt werden – ebenfalls ein Antrag von FDP/Scherer. Harald Duttke: „Das ist gut für das Naturverständnis der Kinder.“

Außerdem ist die 100-Meter-Laufbahn auf dem Sportplatz an der Hilgenholter Straße sanierungsbedürftig. Um die weitere Vorgehensweise zu klären, soll in nächster Zeit eine Begehung zusammen mit den Nutzern, dem Turnverein und dem Ballverein Bockhorn sowie den Schulen vorgenommen werden.