Bockhorn - Grüne und Linke in Bockhorn haben den Antrag gestellt, Spielplätze zu überprüfen. Dazu teilte Bürgermeister Andreas Meinen jetzt im Ausschuss für Bauen, Planung und Umwelt mit, dass 2017 nach einer Begehung festgestellt worden sei, dass einige Geräte nicht mehr den Standards entsprechen würden. Der Bauhof hat die Geräte abgebaut oder Plätze gesperrt. Zum Beispiel in Bockhornerfeld, Osterforde und in Bockhorner Neubaugebieten. Darüber äußerten Eltern und Vereinsvertreter in der Sitzung ihren Unmut.

Wie geht es weiter? Nach den Osterferien sollen über Schulen und Kindergärten Fragebögen verteilt werden, in denen die fünf- bis elfjährigen Kinder (nicht die Erwachsenen) mitteilen können, wo und wie sie spielen wollen. Anhand der Daten wollen Rat und Verwaltung entscheiden, wo in Spielplätze investiert werden soll. Im Haushalt stehen dafür 130 000 Euro bereit.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war das Blühstreifenprojekt. Dr. Tatjana Hoppe vom Ammerländer Landvolk präsentierte das Projekt, für das im Ammerland ein richtiges Netzwerk mit Kreis, Gemeinden, Jägern, Imkern und Landwirten geschaffen wurde. Insekten sind im Bestand gefährdet, es stehen 45 Prozent der Wildbienen vor dem Aussterben. Es besteht also Handlungsbedarf, dafür ist die Ammerländer Landvolkmischung mit Saat für blühende Pflanzen geeignet mit Kornblumen, Buchweizen, Sonnenblumen und Kamille. Sie kann überall aufgebracht werden, an Wegrändern, neben Feldern, sogar auf Verkehrsinseln. Ziel laut Tatjana Hoppe: „Mehr Lebensraum für Insekten schaffen.“ Auch viele Landwirte machen mit, denn die ästhetische Aufwertung der Kulturlandschaft ist auch in ihrem Interesse. Fördermittel gibt es auch.

Hoppe betonte: „Jeder kann in seinem Bereich etwas für Insekten tun, selbst auf Balkonen.“ Ebenso Rolf Scherer (parteilos): „Unser Ökosystem ist in Gefahr. Wir müssen die Sensibilität der Bürger stärken. Keiner kann sich zurücklehnen.“

Dem Antrag von Grünen/Linke auf eine „pestizidfreie Gemeinde Bockhorn“ begegnete Meinen mit dem Hinweis, dass der Bauhof schon seit Jahren keine Pflanzenschutzmittel mehr verwende. Das Thema wird in den Fraktionen näher beraten.

Gegen das geplante Naturschutzgebiet „Neuenburger Holz“ hat die Gemeinde keine Einwände.  Einwohner Klaus Böttcher sorgt sich aber um den besonderen Schutz des Neuenburger Urwaldes, der seiner Ansicht nach nicht ausreichend gewürdigt werde.