Betrifft:
„Aufrechte Alte zeigen Kampfgeist“ (NWZ vom 18. Februar)Als ein Freund von Menschen, die sich für das Allgemeinwesen engagieren, gibt der Seniorenbeirat Bockhorn für mich immer mehr Rätsel auf. Als offenes und politisches Beratungsorgan in der Gemeinde sieht er sich. Aber bitte keine Zusammenarbeit mit den Parteien. Die Satzung verbietet dies. Wer sitzt eigentlich noch mal im Gemeinderat? Doch wohl keine Parteien? Darf der Seniorenbeirat gemäß seiner Satzung mit dem Gemeinderat zusammenarbeiten?(...) Prima, endlich mal ein Beirat, der weiß, wie man Fronten verhärtet. Von politischen und diplomatischen Feingefühl habe ich noch nie etwas gehalten. Und die Mitwirkung an der Gestaltung der Gemeinwesen Ordnung ist ja auch gleich gesichert.
Praktische Altenhilfe im Einzelfall? Fehlanzeige. Mist, da war sie wieder, die böse Satzung. Eigentlich konnte ich mir auch gar nicht vorstellen, dass es in Bockhorn Senioren gibt, die Hilfe für ihre ganz persönlichen altersbedingten Einzelfallprobleme suchen. Und wenn ja? An wem können die sich wenden? Forderung nach mehr Informationen werden abgetan, der Beirat sei „das Ohr“ der Alten. Da ist natürlich verständlich, dass dieses „Ohr“ unbedingt ein Zimmer im Rathaus haben muss. Ein unbedingtes muss, im „Bockhorn, der weiten Wege“. Die Schwerpunkte bei der Arbeit des Beirates sind klar erkennbar. Als politischer Vertreter der „Alten“ muss der Seniorenbeirat an seinen Defiziten arbeiten. Sonst weiß ich nicht, welchem Ohr ich in 20 Jahren meine Probleme erzählen kann.
Volker JakobsBockhorn
