Elsfleth - Nun wirft auch Thorsten Böner (UWE, 46 Jahre) seinen Hut in den Ring für die Wahl zum Bürgermeister. Er wird als Kandidat für die Unabhängigen Wähler Elsfleth (UWE) antreten. Damit stellen sich am 11. September nun drei Kandidaten zur Wahl um das Bürgermeisteramt.

„Ich habe 2011 viele tolle Meinungen, Stimmungen und auch Anregungen bekommen, was ich anders machen sollte“, sagt Böner. „Weniger Plakate“ war zum Beispiel der Tipp seiner ältesten Tochter, erzählt Böner schmunzelnd im Gespräch mit der NWZ .

Mit dem Gedanken gespielt, noch einmal zur Wahl um das Bürgermeisteramt anzutreten – Böner war bereits 2011 Kandidat für die Bürgermeisterwahl und mit 609 Stimmen auf Platz vier hinter Traute von der Kammer, Thomas Schnare und Horst Kortlang gelandet – habe er schon länger, verrät der selbstständige Medienberater.

Doch er habe abwarten wollen, ob sich noch ein Bewerber von außerhalb meldet. „Jetzt wird es definitiv eine Wahl zwischen Elsflethern“, freut sich der 46-Jährige. Die Unterstützung der UWE-Mitglieder habe ihn bestärkt und so reichte er noch am letzten Tag der Frist seine Bewerbung für die Kandidatur ein. Auch die Familie steht hinter dem Wahlkampf des 46-Jährigen.

Einige Ziele hat der Bürgermeisterkandidat sich schon gesteckt. Den Kurs von Bürgermeisterin Traute von der Kammer will er jedenfalls nicht fortführen. Das Städtebaukonzept trage die falsche Überschrift, sagt Böner. „Das was sie jetzt machen, hat nichts mit der Rettung der Innenstadt zu tun“, ist sich der 46-Jährige sicher.

Auch um die Bau- und Gewerbegebiete will sich Böner kümmern. „Ich wohne seit 1989 in Elsfleth und seit dem haben sich nur zwei Unternehmen hier angesiedelt“, sagt er. Die Oberrege, die Böner als Visitenkarte der Stadt sieht, da sie von vielen Pendlern durchfahren werde, gebe kein gutes Bild ab, sagt er. „Die Oberrege ist stark verunkrautet und die Bäume sehen eher schlecht als recht aus“, findet er. Außerdem will Böner auf mehr Bürgerbeteiligung setzen.

Als gelernter Verlagskaufmann sei ihm Verwaltungsarbeit bekannt, sagt Böner. „Außerdem gibt es im Rathaus 29 gutgeschulte Verwaltungsfachleute“, gibt Böner zu bedenken. „Vielleicht steht man sich sogar selbst im Weg, wenn man überall eine Art Verwaltungsschablone drauf legt. Ein kreativer Kopf, der einfach sagt, das muss doch hinzukriegen sein“, könne frischen Wind ins Rathaus bringen, findet er.

Im September tritt Böner nun gegen die beiden anderen Kandidaten, Kämmerin Brigitte Fuchs und den Verwaltungsfachangestellten Thomas Schnare, an. Der Wahlausschuss hat nach Prüfung der Unterlagen alle drei Kandidaten bestätigt.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake