BöSEL - Die weitere Wohnbauentwicklung, der Abbau der Schulden, die Optimierung der Sportanlagen in Bösel sowie die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in Petersdorf das sind die Kernthemen, die die FDP in Bösel in der kommenden Legislaturperiode in der Gemeinde bearbeiten will.
Drei Kandidaten gehen für die Partei bei der Kommunalwahl am 11. September an den Start. Ihr Programm für den Wahlkampf stellen sie in derNWZ
vor.Martin Meinerling spricht sich als Fraktionschef der Liberalen ausdrücklich gegen eine Wohnbebauung östlich der Jägerstraße in Bösel aus. Zwar hatte auch die FDP-Fraktion im Rat dafür gestimmt, die Flächen östlich der Jägerstraße als mögliches Wohnbaugebiet auszuweisen, aber: Wir müssen Bauplätze in der Gemeinde vorhalten. Wir hatten keine Alternative, sagt dazu Maria-Anna Brinkmann. Aber die Chancen auf eine Einigung, die Wohnbauentwicklung nördlich von Bösel voranzubringen, sind da, zeigt sich Martin Meinerling optimistisch, von den Plänen östlich der Jägerstraße abrücken zu können.
Schuldenabbau
In Sachen Schuldenabbau zeigt Meinerling, der auch für den Kreistag kandidiert, zwei Wege auf: Ausgaben verringern und Einnahmen erhöhen. Ersteres stelle sich quasi von allein ein, denn: Wir haben in den vergangenen Jahren den Investitionsstau in der Gemeinde aufgelöst. Jetzt sind wir mit den meisten Aufgaben durch, so Meinerling. Lediglich im Straßen- und Wegebau müssen wir noch investieren, hat Meinerling konkrete Maßnahmen im Sinn. Der Flachsweg und die Straße Am Pool müssten seiner Auffassung nach in Ordnung gebracht werden: Dort gibt es riesige Schlaglöcher, die müssen gemacht werden. Ein deutliches Einnahme-Plus erhofft sich der Fraktionschef von dem geplanten Windpark Kündelmoor.
Nicht in Frage gestellt sehen die Liberalen die Beteiligung der Gemeinde am C-Port: Wir stehen ganz klar dazu, sagt Meinerling. Bedenken äußert der Liberale zum Thema Rekommunalisierung der Stromnetze: Man kann da nicht von Rekommunalisierung sprechen. Das ist doch ein Bruderkampf zwischen dem Landkreis und den Gemeinden. Man solle sich lieber stärker bei der EWE dafür einsetzen, dass das hier erwirtschaftete Geld auch hier ausgeschüttet werden muss.
Geht es um das Thema Sportplätze in Bösel, sind die Liberalen mit CDU und SPD einer Meinung: Die Plätze sind einfach nicht ausreichend. Das Thema muss jetzt mal geklärt werden. Wir haben dafür noch nicht alle Möglichkeiten geprüft. Der gesellschaftliche Wert gerade der Jugendmannschaften sei für die Gemeinde hoch.
Handlungsbedarf
Handlungsbedarf sehen die Liberalen in Bösel: In Petersdorf gibt es keine Räumlichkeiten für irgendwelche Treffen. Es gibt nur das Franziskusheim in kirchlicher Trägerschaft, moniert Maria-Anna Brinkmann.
Die Petersdorferin wünscht sich einen Raum, in dem sich Petersdorfer Gruppen treffen könnten. Gerne würde sie darüber diskutieren, ob die Möglichkeit besteht, das Franziskusheim in Abstimmung mit der Kirche auszubauen. Außerdem will sie Betreuungsplätze für unter Dreijährige in Bösel schaffen: Ich werde darauf angesprochen, der Bedarf ist da. Das könnte beispielsweise in Gestalt einer Großtagespflegestelle geschehen, fügt Peter Primus.
