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KOMMUNALWAHL SPD Attraktives Wohnen eine Stärke

BöSEL - Bösel soll sich noch mehr auf seine Stärken besinnen und diese konsequent weiterentwickeln – so formulieren die Sozialdemokraten ihren Ansatz für den Wahlkampf vor der Kommunalwahl am 11. September. Bösels Stärke: attraktives Wohnen. „Das ist ein wichtiges Thema für Bösel“, sagt Holger Meister.

Dorfmittelpunkt fehlt

Und die SPD-Kandidaten haben auch einige Ideen, um die Gemeinde als Wohnort für Familien noch anziehender zu gestalten. „Bösel fehlt eine Vision, wie es in zehn Jahren aussehen soll“, findet Frank von Garrel. Ihm fehlt ein Dorfmittelpunkt, wo sich die Menschen begegnen können. Auch die Bahnhofstraße müsse unbedingt attraktiver gestaltet werden.

Kaum stehen die Vorschläge im Raum, diskutieren die Kandidaten bei ihrem Treffen zur Vorbereitung auf den Wahlkampf auch schon die nächsten: Das Moor als Naturschutzgebiet könne touristisch genutzt werden. Ein Erlebnispfad könnte dort eine Alternative sein. Auch Petersdorf müsse als attraktiver Wohnort weiterentwickelt werden. „Bösel muss immer grün bleiben“, sagt der Fraktionschef Bernd Roder – und alle stimmen zu. Denn gerade die Lage der Gemeinde im Grünen mit der guten Anbindung an Oldenburg und Cloppenburg sei für Familien toll. Frank von Garrel erinnert daran, dass auch für alte Menschen in Bösel neue Wohnkonzepte entwickelt werden müssten.

Die Kandidaten auf der Liste der SPD wollen sich für das Wohl der Gemeinde einsetzen – ob dabei jeder ein Parteibuch besitzt oder nicht, ist ihnen gleich. „Wir verfolgen die gleichen Ziele“, so Roder dazu. Und Frank von Garrel fügt hinzu: „Die SPD-Liste gibt uns Parteilosen die Möglichkeit, uns für die Wahl aufstellen zu lassen. Wir haben aber gemeinsam formulierte Ziele.“ Deshalb heißt das Leitmotto im Wahlkampf-Flyer der SPD auch: „Nicht die Parteien zählen, sondern die handelnden Personen.“

Eines dieser Ziele lautet: Die Beteiligung der Gemeinde Bösel am C-Port gehört auf den Prüfstand. „Die Investitionen sind hoch und es gibt noch keine Resultate“, sagt Holger Meister. Der C-Port dürfe für die Gemeinde kein Fass ohne Boden werden, findet auch Eckhard Moorkamp. Die Kandidaten sind sich deshalb einig: Man müsse prüfen, was die Beteiligung koste und was für Bösel dabei herauskomme. Vorzeitig abspringen wolle niemand, aber: „Wir müssen genau beobachten, wie sich was entwickelt“, so Meister.

Schulden abbauen

Außerdem müsse in Bösel in der nächsten Legislaturperiode daran gearbeitet werden, die Schulden abzubauen. Eckhard Moorkamp: „Die Kassenlage ist wichtig, wir haben keine Rosinen zu verschenken.“ In den vergangenen Jahren seien viele notwendige Investitionen getätigt worden, jetzt müssten die gemachten Schulden getilgt werden.

Mehr Einnahmen

Ein richtiger Schritt in diese Richtung könnte der Bau des geplanten Windparks im Kündelmoor sein. „Der soll realisiert werden“, stellt sich Roder hinter das Projekt, denn dann könne Bösel von höheren Gewerbesteuereinnahmen profitieren.

Als einzige Kandidatin hat die SPD die parteilose Bettina Theilmann auf der Liste: Sie will sich für die Talentförderung der Kinder in der Gemeinde einsetzen. Dazu gehören auch die sportlichen Talente: Bösel braucht mehr Sportplätze, sagen die Sozialdemokraten. Roder: „Die Sportplatzfrage ist aber im Moment nicht lösbar. Da müssen wir am Ball bleiben.“

13 Kandidaten

stellt die SPD Bösel für die Kommunalwahl am 11. September auf. Einige der Kandidaten sind parteilos, Wahlziele wurden gemeinsame formuliert. Auf der Wahlliste stehen Bernd Roder (Bösel), Eckhard Moorkamp (Petersdorf, parteilos), Holger Meister (Bösel, parteilos), Simon Brunnberg (Bösel), Bruno Ludwig (Bösel), Eric Martindale (Bösel), Andreas Siebert (Edewechterdamm), Bettina Theilmann (Bösel, parteilos), Frank von Garrel (Petersdorf, parteilos),Fridtjof Heidorn (Bösel), Frank Holubek (Bösel, parteilos), Salah Moussa (Bösel, parteilos) und Ludger Speckmann (Bösel, parteilos).
Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg
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