BöSEL - Vielen Mitgliedern war der letztlich gewählte Peter Friedhoff aus Löningen zu unbekannt. Gast des Parteitags war Dr. Philipp Rösler.
Von Thomas Haselier
BÖSEL - Das war schon eine schwere Geburt: Drei Wahlgänge und eine „Denkpause“ für die Mitglieder benötigte der Löninger Peter Friedhoff, um am Mittwochabend beim FDP-Kreisparteitag die erforderliche Mehrheit für seine Kandidatur als neuer Kreisvorsitzender zu erhalten. Bei am Ende „nur noch“ fünf Gegenstimmen konnte Sitzungsleiter Hans Marquart erleichtzert die Entscheidung verkünden. Der bisherige Vorsitzende Clemens Poppe (Emstek) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nicht wieder kandidieren zu wollen.Die „Probleme“ bei der Vorsitzendenwahl rührten wohl auch daher, dass Friedhoff vielen FDP-Mitgliedern bisher weitgehend unbekannt war. Wesentlich unproblematischer gestaltete sich die Wahl des übrigen Vorstandes (siehe Kasten unten).
In seinem Rechenschaftsbericht hatte Clemems Poppe zuvor u. a. die Position der Partei in Energiefragen, etwa auch in der Haltung zu Biogasanlagen und so genannter Windparks erläutert. Die FDP fordere eine deutliche Reglementierung in der Genehmigungspraxis, bis eine Lösung zur Weiterleitung des Stroms gefunden sei. Außerdem habe sich die FDP gegen die Erhöhung der Kreisumlage gewandt und mit Bezug auf den Fleischskandal ein externes Qualitätsüberwachungssystem für Schlachtereien gefordert.
Gast der Veranstaltung war der Fraktionsvorsitzende der FDP im niedersächsischen Landtag, Dr. Philipp Rösler. Der junge Politiker mit der steilen Karriere soll die Nachfolge von Walter Hirche als Landesvorsitzender antreten und wohl auch Hirche als Wirtschaftsminister beerben. Rösler ließ es sich nicht nehmen, die langjährige Schatzmeisterin der Kreis-FDP, Erika Fisser (Cloppenburg), zu verabschieden. Nach 22 Jahren in dieser Funktion kandidierte Fissler nicht wieder, die 1984 eigentlich nur „Übergangslösung“ sein sollte.
Rösler sprach auch über die Positionen der FDP in der Landespolitik. Die FDP werde die Bürger wieder frei machen. Dazu gehöre vor allem der weitere Abbau von Bürokratie, „die die moderne Form der Unfreiheit ist“, so Rösler.
Der neue KreisVorstand der FDP
