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Er ist neuer Präsident der Oldenburgischen Landschaft
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Prof. Dr. Uwe Meiners
Er ist neuer Präsident der Oldenburgischen Landschaft

NWZonline.de Nachrichten Politik

Herzlichen Glückwunsch, Bundestag

07.09.2019

Bonn /Berlin So viele Ordnungsrufe wie in der ersten Wahlperiode sollte es nie wieder im Deutschen Bundestag geben. Und auch sonst bot das Parlament in den vergangenen 70 Jahren viel Stoff für Geschichten aller Art. Ein paar davon haben wir hier gesammelt.

Foto: Christoph Soeder/dpa

Königsblau ist Vergangenheit

Eigentlich wollte Architekt Sir Norman Foster die Sitze im Reichstag ja in einem edlen Grau gestalten. Doch die Vorstellung, im TV künftig ergraute Politiker in grauen Anzügen auf grauen Sesseln sitzen zu sehen, ließ so manchen grausen. So entschieden sich die Abgeordneten schließlich für Blau – und Foster kreierte das Reichstags-Blue, das, je nachdem wie das Licht durch die gläsernen Kuppel fällt, auch ins Violette geht. Klingt auch viel demokratischer als Königsblau, der Farbbezeichnung der Bezüge im Bonner Bundestag. Eine Farbe für alle ist es allerdings nicht: Der Brite hat auf den Farbton ein Patent angemeldet.

Foto: Britta Pedersen/dpa

Kölsch an der Spree

Zwei Bonner Gastronomen protestierten auf ihre Weise gegen den Umzug des Bundestags von Bonn nach Berlin – mobil. Nachdem ihre Kampagne „Ja zu Bonn – Umzug nein“ gescheitert war, eröffneten sie 1997 an der Spree die Ständige Vertretung (StäV). Eine Anspielung auf die gleichnamige Einrichtung, die bis 1990 für die Bundesrepublik die Rolle einer Botschaft in der DDR übernahm.

Die Kneipe ist über und über mit Schnappschüssen deutscher Politiker dekoriert und versteht sich als „die“ Vertretung der rheinischen Kultur in Berlin. Vor allem für die Abgeordneten vom Rhein ist die StäV ein beliebter Treffpunkt, schließlich können sie dort mitten in Berlin Rheinische Spezialitäten wie „Himmel un Ääd“, „Rheinischen Sauerbraten“ oder „Kölsche Hämmchen“ genießen.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Bei Anruf Debatte

Kaum zu glauben, aber wahr: Wer möchte, kann die Sitzungen des Bundestags wahlweise auch live und in voller Länge am Telefon mitverfolgen. Wie viele Bürger dieses Angebot des Parlamentsfernsehens nutzen, ist leider nicht bekannt. Zu empfehlen ist allerdings die Benutzung eines kabelgebundenen Geräts, denn sonst könnte es möglicherweise mit der Akkukapazität eng werden. Die Telefonnummer lautet übrigens: 030/22 720 018

Foto: David Ebener/dpa

Wer hat da gekokst?

Diese Nachricht sorgte im Jahr 2000 für einigen Wirbel: SAT.1-Reporter hatten in 22 Toiletten des Reichstags und des Berliner Abgeordnetenhauses Spuren von Kokain gefunden.

Insgesamt hatten die Journalisten nach eigenen Angaben in 28 Toiletten Ablagen und Flächen mit sterilen Tüchern abgewischt. Diese Tücher seien dann in versiegelte Röhrchen gepackt und in Nürnberg vom Institut für biomedizinische und pharmazeutische Forschung untersucht worden.

Laut des Fernsehsenders wurden lediglich sechs Toiletten negativ getestet, drei davon waren reine Besuchertoiletten. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Ermittlungen unter den Abgeordneten, schließlich hätten auch Besucher Zugang zu den Toiletten des Bundestages.

Foto: HR/Pressestelle

Doch keine Hauptstadt

In Frankfurt waren sich die Stadtväter 1948 sicher, Hauptstadt Deutschlands zu werden. Schließlich hatten schon 1848 die Delegierten der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche getagt. So war der Plenarsaal bereits fertiggestellt, als sich der Bundestag am 3. November 1949 überraschend für das kleine Bonn entschied. Das Beinahe-Parlamentsgebäude wurde zum Funkhaus des Hessischen Rundfunks, und statt großer politischer Debatten wurde aus dem Goldsaal 1957 der Grand Prix Eurovision de la Chanson übertragen.

Foto: Christian Charisius/dpa

Warnung vor der heute-Show

Wenn mal wieder das Team der „heute-show“ durch den Reichstag zieht, klingeln bei einigen Politikern die Alarmsirenen. Im Bundestag hat sich nämlich eine parlamentarische WhatsApp-Gruppe gebildet, in der sich einige Parlamentarier gegenseitig warnen, wenn sie das TV-Team um Lutz van der Horst im Bundestag sichten. Weniger erfolgreich war der Versuch, den Satirikern einfach die Drehgenehmigung im Bundestag zu verweigern. Der hatte 2014 eine Protestwelle ausgelöst und musste schließlich zurückgenommen werden.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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