BONN/BERLIN - Bundestagsabgeordnete aus den Reihen der Union verdienen mit Nebentätigkeiten am meisten und etwa fünfmal so viel wie Grünen-Parlamentarier. Das geht aus Medienberichten hervor, die sich auf Zahlen des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn stützen, das von der Poststiftung gefördert wird.
Das Institut bestätigte auf Nachfrage eine solche Studie über Nebeneinkünfte von Politikern. Die Bundestagsabgeordneten verdienen Medienberichten zufolge – neben ihren Diäten – mit Nebentätigkeiten durchschnittlich 8705 Euro pro Jahr.
Aufgeschlüsselt nach Fraktionen erhielten die Abgeordneten von CDU/CSU durchschnittlich 11 837 Euro im Jahr. Dahinter folgen die FDP-Abgeordneten mit 8057 Euro, die SPD-Abgeordneten mit 7867 Euro, die Parlamentarier der Linkspartei mit 6457 Euro und die Grünen- Abgeordneten mit 1864 Euro.
Die Untersuchung bezieht sich auf die Einnahmen aus Nebentätigkeiten in den Jahren 2005 bis 2007.
Männliche Abgeordnete erhielten durchschnittlich 10 841 Euro pro Jahr zusätzliches Einkommen. Frauen verdienten im Durchschnitt 4173 Euro dazu. Je nach Region kassierten Politiker aus dem Süden mit durchschnittlich 11 279 Euro die höchsten Nebenverdienste.
Bundestagsabgeordnete aus Nord- und Westdeutschland erzielten jährlich 8429 Euro nebenbei, Abgeordnete aus Ostdeutschland durchschnittlich 5248 Euro.
