BONN - Als zweite gesetzliche Krankenkasse ist die BKK für Heilberufe am Ende. Das Bundesversicherungsamt (BVA) wird die finanziell angeschlagene Krankenkasse wie erwartet zum Jahresende schließen. Sanierungsmaßnahmen hätten nicht zum Erfolg geführt, teilte BVA-Präsident Maximilian Gaßner am Mittwoch in Bonn mit. Die anderen gesetzlichen Krankenkassen seien nun verpflichtet, die Versicherten aufzunehmen. Ein Desaster wie bei der Schließung der City BKK, als Mitglieder massenweise von anderen Krankenkassen abgewimmelt wurden, dürfe sich nicht wiederholen.
„Sollte es wieder Krankenkassen geben, die sich rechtswidrig verhalten und versuchen, Versicherte abzuwimmeln, wird das BVA mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen vorgehen“, kündigte Gaßner an.
Die City BKK war im Mai als erste gesetzliche Kasse seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009 geschlossen worden. Vor allem ältere und kranke – und damit teure – Versicherte wurden von anderen Kassen abgewiesen. Erst eine eigens eingerichtete Kassen-„Task-Force“ stoppte das Desaster. Die Bundesregierung will gegen Kassenvorstände künftig Geldstrafen verhängen, wenn Versicherte abgewimmelt werden.
