BORNHORST - Neue Schilder zum 20. Geburtstag: Die Stadt Oldenburg hat am Dienstag Informationstafeln in den Bornhorster Huntewiesen aufgestellt. Sie sollen die Bedeutung des Naturschutzgebietes erklären und Verhaltensregeln für Besucher wiedergeben.

Auf Antrag der Stadt Oldenburg hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das nötige Geld zur Verfügung gestellt. Nun stehen die Tafeln im Bereich Wellenweg/Kuhweg, auf dem Deich Elsflether Straße und am Huntedeichwanderweg hinter dem Klärwerk.

1991 bekam das 350 Hektar große Gelände im Stadtosten als eine der letzten großflächigen Grünlandgebiete den strengsten Status „Naturschutzgebiet“. Das bedeutet: die Wiesen stehen unter einem besonderen Schutz. Alles, was zu einer Zerstörung oder auch nur Veränderung des Gebietes führen kann, ist verboten.

So geschützt haben sich die Bornhorster Wiesen zu einer Arche für bedrohte Vögel entwickelt: Unzählige heimische Vögel brüten hier. Zugvögel, die die Hunte-Niederung als Korridor auf ihrer Wanderschaft nutzen, machen hier Rast.

Der Schwerpunkt der neuen Informationstafeln liegt dementsprechend auch bei den Vögeln: Sie erklären, welche Bedeutung diese Nass- und Feuchtwiesen für die Brutvögel haben. Einige Wiesenvögel, zum Beispiel Kiebitz, Uferschnepfe, Bekassine und Großer Brachvogel, werden zudem auf den Schildern abgebildet und in kurzen Texten beschrieben, ebenso einige Rastvögel wie Zwergschwan und Pfeifente.

Unterlegt sind die Vogelbilder mit einer Karte von den Bornhorster Wiesen. Der Deichwanderweg – der einzige Bereich des Naturschutzgebietes, der betreten werden darf – ist mit roter Farbe eingezeichnet.

Außerdem machen die Informationstafeln Besucher noch einmal auf die wichtigsten Verhaltensregeln aufmerksam: Der Weg darf nicht verlassen und Hunde nicht spazieren geführt werden. Drachensteigen ist verboten und auch Schlittschuhlaufen ist nicht gestattet.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin