BRAKE - Für den Neubau des Hammelwarder Feuerwehrhauses hat die Stadt einen beschränkten Wettbewerb ausgeschrieben und sieben Architekturbüros zur Teilnahme aufgefordert. Das teilte Bauamtsleiter Matthias Wenholt im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss mit.
Bis Anfang Oktober haben die Büros Zeit, ihre Pläne einzureichen und nach einer Vorprüfungsphase, die Ende Oktober abgeschlossen sein soll, werden in einer gemeinsamen Sitzung von Feuerwehr- und Bauausschuss am 8. November der Wettbewerbssieger und die platzierten Entwürfe präsentiert. Alle Entwürfe für das neue Feuerwehrhaus sollen in einer Ausstellung gezeigt werden.
Das neue Feuerwehrhaus wird am alten Standort errichtet. Das jetzige Feuerwehrhaus wird abgerissen, während der Bauphase bleibt lediglich die Fahrzeughalle stehen.
In Sachen Bio-Raffinerie machte der Bauausschuss den nächsten Schritt und beschloss die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Boitwarder Groden/Boitwarder Außendeich. Grünen-Ratsherr Hans-Otto Meyer-Ott hatte präzisere Festsetzungen zum Einsatz von Solarenergie und zur Verwendung umweltschädlicher Stoffe gefordert. Das ging den übrigen Ausschussmitgliedern jedoch zu weit, sie lehnten seinen Antrag ab.
Mit den Stimmen der SPD-Mehrheit gab der Ausschuss grünes Licht für den Bebauungsplan zur Steuerung des Einzelhandels im Bereich Otto-Hahn-Straße, Max-Planck-Straße und Heinrich-Addicks-Straße. Entgegen dem ursprünglichen Plan will die Stadt nun doch die Ansiedlung eines weiteren Lebensmitteldiscounters an der Weserstraße zulassen. „Wir können Aldi nicht zwingen, auf ewig in der Innenstadt zu bleiben. Vielmehr muss es uns gelingen, dass die Leute, die bei Famila einkaufen, zusätzlich in die Innenstadt kommen“, betonte Bürgermeister Roland Schiefke.
Meyer-Ott und auch Walter Erfmann (WGB) verweigerten ihre Zustimmung. Sie sehen die Innenstadt nicht genügend geschützt. CDU-Ratsfrau Ursel Munderloh forderte dagegen eine völlige Freigabe des Gebietes für jeden ansiedlungswilligen Markt.
