BRAKE - Einblick in die Bereiche Werkstätten, Wohnen und vor allem die Kinder- und Jugendhilfe verschaffte sich Sozialministerin Aygül Özkan bei einem Besuch der Interdisziplinären Förderstelle des CVJM am Mittwochmorgen.
Gerhard Haase, Fachbereichsleitung Kinder, Jugend und Familien beim Sozialwerk Wesermarsch, schilderte Özkan den Weg der interdisziplinären Frühförderung der Einrichtung. Er prognostizierte einen steigenden Förderbedarf, auch in der Sprachförderung. Haase griff unter anderem die Schwierigkeit der Differenzierung von Begrifflichkeiten auf: „Außer Russland sind wir das einzige Land, dass für Bildung und Erziehung zwei Begriffe hat.“
Gemeinsam vertrat man die Auffassung, dass Maßnahmen gebündelt werden müssten: „Das ist das, was ich mir vor einem Jahr auf die Fahnen geschrieben habe“, so Özkan, „der Trend geht dahin, dass es ein Zentrum geben soll, in dem alles unter einem Dach angeboten wird; der ganze Lebensweg.“ In so einem Familien-Servicebüro könnten Kräfte und Mittel gebündelt werden, um etwa nicht nur Hilfe für die pflegebedürftige Mutter, sondern auch zur Förderung für das Kind zu bekommen. „Das Ergebnis soll im Frühjahr nächstes Jahr fertig sein“, so Özkan.
Zuspruch fand ein Modellprojekt, das die Sozialministerin erläuterte. Kindergarten und Grundschule sollen unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Zeit von drei bis etwa zehn Jahre könnte soll als eine Phase angesehen werden.
Die Ministerin besuchte auch andere Einrichtungen in Brake.
