BRAKE - BRAKE/TM - Ina Korter aus Nordenham tritt bei der Landtagswahl erneut für die Grünen im Wahlkreis 71 an. Ihre Nominierung auf der Wahlkreisversammlung am Mittwochabend in der Pizzeria „Giacomo“ war keine Überraschung, spannender war zunächst vielmehr die Frage, ob die Versammlung überhaupt beschlussfähig ist. Die Anwesenden waren zunächst zum Warten verdammt, bis schließlich das erforderliche 13. Mitglied erschien und Korter unter der zügigen Wahlleitung von Karin Dialer-Strackerjan ins Rennen geschickt wurde.
Ina Korter gehört dem Landtag seit 2003 an. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der Grünen sehe sie gute Chancen für einen guten Platz auf der Landesliste, sagte die 52-Jährige selbstbewusst. Sie betrachte es als eine Herausforderung, bei der Wahl am 27. Januar 2008 ein besseres Ergebnis als 2003 zu erzielen.
Ein Schwerpunktthema der Grünen wird im Landtagswahlkampf die Bildungspolitik sein, „eine Herzensangelegenheit“ von Korter und das nicht erst seit den Pisa-Studien. Die Schulpolitik der CDU/FDP-Landesregierung sei eine Katastrophe. Der Staat leiste sich fast zehn Prozent Schulabgänger ohne Abschluss, durch die frühe Trennung auf verschiedene Schulformen würden Begabungen nicht ausgeschöpft. „Wir Grünen haben die besseren Konzepte“, sagt sie. Die Niedersächsischen Grünen hätten ein Bildungskonzept entwickelt, auf das sie stolz sei und nennt die Frühförderung in Kindertagesstätten, die neunjährige Basisschule ohne Aussortierung und Sitzenbleiben und die vollzeitschulische Berufsausbildung.
Mit ganzer Kraft werde sie sich als Landtagsabgeordnete auch weiter für die Probleme der Wesermarsch einsetzen, versprach Korter. So habe sie den Fedderwardersieler Priel noch nicht aufgegeben, ebenso wenig die Airbus-Werke Nordenham und Varel. „Man muss dicke Bretter bohren“, sagt sie.
