Braunschweig - Gab es ein unmoralisches Angebot für einen Job bei der Wolfsburger Polizei? Der frühere Leiter der Inspektion, Hans-Ulrich Podehl, hat den Vorwurf als absurd bezeichnet. Er weise dies mit aller Vehemenz zurück, sagte der 63-Jährige am Montag am Landgericht Braunschweig.

Dort muss er sich wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Polizeichef vor, 2012 einer Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes eine Stelle angeboten zu haben, wenn sie sich dafür erkenntlich zeige. Er soll die Frau gefragt haben, ob sie bereit sei, sich „hoch zu schlafen“. Der Angeklagte schloss am Montag kategorisch aus, solche Dinge gesagt zu haben. Für ihn sei es unbegreiflich, dass solche Vorwürfe gegen ihn erhoben würden.

„Ich dachte erst, ich habe mich verhört“, sagte die 56-jährige Frau, die Hauptbelastungszeugin in dem Verfahren ist. Dann habe der Beschuldigte seine Frage aber wiederholt. Nein, natürlich nicht, habe sie geantwortet.

Es wurde schnell klar, dass es in dem Verfahren weitestgehend um die Konstellation Aussage gegen Aussage geht. Die Glaubwürdigkeit dürfte von entscheidender Bedeutung für den Prozessverlauf sein. Das Interesse am Verfahren war groß, die Zuhörer-Sitzreihen waren voll besetzt.