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NWZonline.de Nachrichten Politik

Spielsüchtiger Rektor plündert Schulkonten

30.10.2019

Braunschweig Unter der Last von rund 300 000 Euro Spielschulden hat ein Schulleiter aus Salzgitter auch Konten seiner eigenen Schule geplündert. „An manchen Tagen habe ich bis zu 20 000 Euro verloren“, sagte der 53-Jährige am Dienstag im Braunschweiger Landgericht. Der Ex-Rektor einer Hauptschule muss sich wegen Betrugs und Untreue in 326 Fällen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Pädagogen vor, mehr als 170 000 Euro unter anderem auf das Konto seiner Frau umgeleitet zu haben. Abrechnungen von Reisekosten und Leistungen des Jobcenters sollen ebenfalls nicht sauber gelaufen sein. Und ein Soundsystem und ein Fernseher landeten nicht in der Schule, sondern bei dem Ehepaar zu Hause.

Staatsanwältin Sonja Walther trug jeden Fall einzeln vor, die Verlesung der Anklageschrift dauerte fast ein Stunde. Der Verteidiger kündigte ein umfassendes Geständnis seines Mandanten an. Auch der Ehefrau wird Beihilfe zur Untreue in 254 Fällen zur Last gelegt – sie will von der Spielsucht ihres Mannes nichts gewusst haben.

Die genaue Schadenssumme lässt sich nicht beziffern, einen Teil des Geldes soll der Ex-Schulleiter bereits zurücküberwiesen haben. Vor Gericht sprach der Angeklagte über sein jahrelanges Doppelleben – in der Schule und zu Hause bei Frau und Tochter.

Das Unglück begann seiner Erinnerung nach 2009 – damals fand er bei der Rückkehr aus dem Urlaub einen Gutschein zum Online-Spielen im Briefkasten. „Ich habe direkt 1000 Euro gewonnen.“ Was folgte, war eine Abwärtsspirale in die Spielsucht.

Wenn seine Frau schlief oder einkaufte, zockte der Lehrer teilweise die komplette Nacht hindurch. „Zum Schluss hatte ich neun Kreditkarten und unser Haus mit 130 000 Euro belastet“, bilanzierte der 53-Jährige. 2016 kam alles heraus, seitdem ist der Lehrer suspendiert.

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