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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bauern legen Bremen lahm

18.01.2020

Bremen /Im Nordwesten Mit etwa 3500 Treckern haben Landwirte am Freitag bei ihrer Demonstration in Bremen für Behinderungen im Verkehr gesorgt. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Bei der zentralen Kundgebung auf dem Marktplatz wurden 4000 Teilnehmer gezählt. Wie in anderen Städten protestierten die Bauern gegen Auflagen bei Umwelt- und Tierschutz, die ihrer Meinung nach zu hoch sind und die Existenz ihrer Höfe gefährden.

Unterstützung fanden sie bei dem FDP-Bundesabgeordneten Christian Dürr aus Ganderkesee (Landkreis Oldenburg). „Die Landwirtschaft ist der Mittelstand des ländlichen Raums“, sagte Dürr in Bremen als einer der Redner. „Deshalb ist es richtig, dass diese Unternehmer heute auf die Straße gehen.“

Die Traktoren wurden auf mehreren vorsorglich gesperrten Straßen der Innenstadt abgestellt. Für einige Gefährte, die an anderen Stellen oder auf Grünflächen standen, gab es nach Polizeiangaben Strafzettel.

An der Trecker-Demonstration in der Hansestadt haben sich auch wieder zahlreiche Landwirte aus den Landkreisen Ammerland, Oldenburg, Cloppenburg und Vechta, Wesermarsch und Friesland beteiligt. Allein aus dem Ammerland waren 110 Traktoren aufgebrochen. Aus Friesland und der Wesermarsch hatten sich jeweils 100 Schlepper auf den Weg gemacht. Dank der kurzen Anfahrt brauchten sie nicht in der Nacht, sondern erst am frühen Morgen starten. Über die B 212 erreichten sie die Hansestadt.

„Seit der ersten Demonstration im Oktober hat sich bereits einiges bewegt. Die Situation der Landwirte ist bei den Verbrauchern und auch in der Politik wieder zum Thema geworden“, sagte Manfred Ostendorf, Geschäftsführer der Landvolkverbände Wesermarsch und Friesland. „Konkrete Beschlüsse sind bislang aber noch nicht gefasst worden. Daher müssen wir weiter präsent bleiben, damit wir am Ende auch etwas Zählbares erreichen.“

Aus dem Oldenburger Münsterland waren unter anderem Christoph Fröhle (30) aus Lastrup und Jan Baumann (21) aus Barßel dabei. „Es ist toll, dass immer noch so viele Landwirte mitziehen. Es hat alles super geklappt, und die Motivation ist weiter sehr groß, weshalb ich auch nicht glaube, dass die Demonstrationen nachlassen. Die Politik hat es in der Hand, wie es weitergeht“, sagte Fröhle. „Gute Stimmung, man hat das Gefühl, dass sich langsam was bewegt beziehungsweise die Politik endlich aufmerksam auf uns wird. Trotzdem werden wir weitermachen und auch weiter kämpfen, auch wenn demnächst die Feldbestellungen anfangen, werden wir trotzdem weitermachen“, sagte Baumann.

Während die Landwirte am Freitag mit Treckern nach Bremen und Hannover zogen, um eine Abkehr von Umweltschutzvorgaben zu fordern, gehen vielen Klimaaktivisten die bisherigen Maßnahmen der Politik zur Senkung des CO2-Ausstoßes noch nicht weit genug. In Hannover trennten die beiden Demos nur wenige Hundert Meter. Laut Polizei kamen 1750 Trecker in die Landeshauptstadt, rund 2000 Landwirte versammelten sich anschließend am Neuen Rathaus. Am Opernplatz forderten parallel rund 2200 Demonstranten von Fridays for Future eine konsequentere Klimapolitik. Für die Bewegung war es in Hannover der erste Jahrestag.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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