Bremen - Nach dem Rücktritt der Bremer AfD-Spitze um den Politiker Frank Magnitz hat die Partei am Sonntag eine neue Führungsriege bestimmt. Auf einem Parteitag wählten die Mitglieder den früheren Bundespolizisten Peter Beck zum Chef des AfD-Landesverbandes. „Ich werde alles dafür tun, um innerhalb der Partei für Transparenz zu sorgen“, sagte der 52-Jährige, der nach eigenen Angaben seit einem Dienstunfall im vorzeitigen Ruhestand ist. Die Partei müsse endlich mit der politischen Arbeit beginnen, statt sich ständig um sich selbst zu kümmern. Einen Gegenkandidaten hatte Beck nicht.

Zum stellvertretenden Landesvorsitzenden wurde der 32-jährige Wirtschaftsingenieur Sergej Minich gewählt. Wie Beck betonte auch er, dass der Vorstand und die Partei künftig als Team auftreten sollten. Minich setzte sich gegen einen anderen Bewerber durch.

Der bisherige Bremer AfD-Chef Magnitz hatte die Mitglieder am Vorabend in einer E-Mail über seinen sofortigen Rückzug informiert. Er werde nicht zum Parteitag kommen und auch nicht für ein Amt kandidieren, kündigte er an. „Diese Veranstaltung ist nach meiner Überzeugung zutiefst undemokratisch zustande gekommen und die pauschale Ablehnung von Neumitgliedern, nur weil man glaubt, es könnten sich dadurch Mehrheitsverhältnisse ändern, ist ein Skandal erster Güte“, schrieb Magnitz. Im Laufe des Parteitages traten auch die restlichen Vorstandsmitglieder des AfD-Landesverbandes zurück.

Beim Parteitag waren schreibende Journalisten zugelassen, Fotos und Aufnahmen wurden nicht erlaubt.