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NWZonline.de Nachrichten Politik

Ministerin auf der „Gorch Fock“

22.01.2019

Bremerhaven Überraschend hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag in Bremerhaven der maroden „Gorch Fock“, dem Segelschulschiff der Bundesmarine, einen unangekündigten Besuch abgestattet. Wie berichtet, liegt der stolze Windjammer seit rund drei Jahren in der Bremerhavener Bredo Werft. Für zunächst geschätzte zehn Millionen Euro sollte die „Gorch Fock“ saniert werden. Inzwischen belaufen sich die Reparaturkosten auf mehr als 130 Millionen Euro. 70 Millionen Euro hat das Verteidigungsministerium bereits gezahlt. Seit Dezember gab es keine weiteren Überweisungen mehr an die Elsflether Werft, die den Großauftrag in Bremerhaven abarbeiten soll.

Mit ernster Miene betrat die Verteidigungsministerin das Werftgelände, ließ sich einen Schutzhelm geben und kletterte anschließend eine halbe Stunde über schmale, steile Stufen im „Bauch“ der völlig entkernten „Gorch Fock“ herum. Dabei wurde Ursula von der Leyen von dem Kommandanten der „Gorch Fock“, Fregattenkapitän Nils Brandt, begleitet. Brandt diente vor Jahrzehnten selbst einmal als Kadett auf dem Großsegler.

Ob der Bauzustand der „Gorch Fock“ nach drei Jahren den Erwartungen der Ministerin entsprach, ließ sich von der Leyen nicht anmerken, ging auf entsprechende Nachfragen nicht ein.

Bevor von der Leyen ohne die Begleitung der Medien Gespräche mit Besatzungsmitgliedern führte, stellte sie sich außerhalb des Segelschiffes für ein Statement zur Verfügung. Die „Gorch Fock“, so von der Leyen, befinde sich in schweren Fahrwasser. Sie mache sich große Sorgen um das Traditionsschiff der Bundesmarine, erklärte die Ministerin.

In die Sanierung, so von der Leyen weiter, sei ungeheuer viel Geld geflossen. Es gebe Korruptionsvorwürfe, die Staatsanwaltschaft ermittele. „Wir sind der Öffentlichkeit und dem Parlament weitreichende Erklärungen schuldig. Daran wird gearbeitet“. Fragen, ob eine Außerdienststellung der „Gorch Fock“ erwogen werde, wich von der Leyen aus.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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