Elsfleth - Die Kämmerin Brigitte Fuchs soll bei der Bürgermeisterwahl im Herbst für die CDU/SPD-Gruppe ins Rennen gehen. Dies teilten die Fraktionsvorsitzenden Wilfried Thümler (CDU) und Wolfgang Nieß (SPD) in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Nachdem Bürgermeisterin Traute von der Kammer von der neu geschaffenen Möglichkeit Gebrauch machen will, ihr Amt vorzeitig zum 31. Oktober abzugeben, galt es nun Kandidaten zu finden.
„Die CDU/SPD-Gruppe war sich einig, wieder gemeinsam nach einer geeigneten Nachfolgerin beziehungsweise einem geeigneten Nachfolger Ausschau zu halten. Daraufhin wurde die Kämmerin der Stadt Elsfleth, Brigitte Fuchs, angesprochen, ob sie sich eine mögliche Kandidatur vorstellen könne“, heißt es von CDU und SPD.
Brigitte Fuchs (parteilos) habe sich zunächst eine Bedenkzeit erbeten, sagt die 53-Jährige, doch mit der Unterstützung ihres Mannes habe sie sich dazu entschieden, diesen Schritt zu wagen, sagt sie und gesteht, dass sie eine Kandidatur für 2019, dem ursprünglichen Ende der Amtszeit von Traute von der Kammer, durchaus bereits ins Auge gefasst hatte. „Aber das wären ja noch drei Jahre hin gewesen. Damit hatte ja keiner gerechnet“, sagt Fuchs.
Ihre Kandidatur sehe sie als Chance; für sich, aber auch für Elsfleth, den eingeschlagenen Kurs von Traute von der Kammer weiterzuführen. „Wir haben die Städtebauförderung, durch die Geld zur Verfügung steht, mit dem man auch mal etwas tun kann – und nicht immer nur nein sagen muss“, erklärt Brigitte Fuchs. Elsfleth habe großes Potenzial, durch die Fachhochschule, die Landwirtschaft und die vielen verschiedenen ortsansässigen Firmen, ist sich Fuchs sicher.
Nach zehn Jahren als Kämmerin habe sie den Vorteil, dass sie „überall dabei gewesen“ sei, sagt sie. „Ich brauche keine Einarbeitungszeit und mir kommt zugute, dass ich die Abläufe kenne“, sagt Fuchs. Dennoch habe sie „Respekt vor der Aufgabe, vor allem vor Themen, in denen ich noch nicht so fit bin.“
Erfahrung in der Verwaltung hat sie: 1979 hatte sie im Alter von 16 Jahren ihre Ausbildung bei der Stadt Elsfleth begonnen und danach zunächst als Springerin verschiedene Abteilungen durchlaufen. Seit 2006 ist Fuchs Kämmerin der Stadt Elsfleth. Dabei habe sie bewiesen, dass sie keine „Ja-Sagerin“ sei. „Ich vertrete meine Meinung“, macht Fuchs deutlich. Um so mehr freue sie sich über die ihr entgegengebrachte Unterstützung.
