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NWZonline.de Nachrichten Politik

Europäische Union: Was steckt hinter dem Euro für alle?

14.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-14T10:42:43Z

Europäische Union:
Was steckt hinter dem Euro für alle?

Brüssel Der Euro soll die Union nicht mehr spalten, sondern vereinigen. Diese Leitlinie hat Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Mittwoch vorgegeben, nachdem sein Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici bereits im Juli angekündigt hatte, bis 2025 werde die Gemeinschaftswährung in allen EU-Ländern eingeführt. Geht das so einfach? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Hier ein Grafik zu den Währungen als PDF.

Wie verbreitet ist
der Euro eigentlich

?

Derzeit zahlen 19 der bisher 28 Mitgliedstaaten mit der Gemeinschaftswährung. Dänemark und Großbritannien haben das Recht, an ihrem Geld festhalten zu dürfen. Also müssten 26 EU-Mitgliedstaaten ihn einführen.

Kann man aussuchen,
ob man den Euro will

?

Nein. Im Lissabonner Vertrag von 2009 wurde festgehalten, dass alle EU-Mitgliedstaaten den Euro übernehmen. Diese Bestimmung ist aber nicht gegen den Willen eines Landes durchsetzbar.

Welche Bedingungen
gibt es für den Euro

?

Laut Vertrag gibt es sogenannte Konvergenzkriterien, die mehrere Jahre am Stück zu erfüllen sind. Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozent über der Teuerungsrate der drei EU-Länder mit dem besten Ergebnis liegen. Die Regierung hat einen stabilen Haushalt vorzulegen, dessen Neuverschuldung unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes beträgt. Der Schuldenstand darf nicht mehr als 60 Prozent des BIP betragen.

Was hat die Kommission für ärmere Länder geplant

?

In Brüssel wird offenbar an ein zusätzliches Förderinstrument gedacht, um den Mitgliedstaaten nicht nur logistisch, sondern auch materiell unter die Arme zu greifen. Die EU könnte dafür sorgen, dass Schulden und Defizite sinken, um fit für die Gemeinschaftswährung zu werden.

Gibt es ein Land, das sich auf den Euro vorbereitet

?

Nein. Als wahrscheinlich gilt, dass Tschechien ein nächster Kandidat sein könnte. Dies hängt aber wohl entscheidend von den Parlamentswahlen im Oktober ab.

Warum soll es einen Euro-Finanzminister geben

?

Den Mitgliedstaaten mit dem Euro geht es vor allem darum, auf der Weltbühne und auf den Finanzmärkten hochrangig vertreten zu sein. Immerhin zählt der Euro weltweit zu den wichtigsten Währungen. Da erscheint nicht gewichtig genug, wenn der Währungsraum „nur“ von einem Vorsitzenden der Eurogruppe vertreten wird.

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