• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Wer darf Syrien wieder aufbauen?

25.04.2018

Brüssel Mindestens 180 Milliarden Euro sind nötig, um Syrien wieder aufzubauen. In Brüssel beraten EU und Vereinte Nationen seit Dienstag über die Zukunft des Landes. Doch Russland und der Iran sind längst weiter und sichern sich Aufträge.

Als die Weltbank 2017 erstmals das Ausmaß der Zerstörungen aufzulisten versuchte, war von einer weiteren Eskalation der Gräuel in Ost-Ghuta noch keine Rede. An diesem Mittwoch werden die Minister sagen, wie viel sie in den Topf für den Wiederaufbau zu werfen bereit sind. Vor einem Jahr hatten 42 Regierungen insgesamt 5,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, am Ende waren es sogar rund sieben Milliarden Euro. Deutschland steuerte mit 1,7 Milliarden Euro den größten Teil bei.

Der Westen spielt in der Rechnung des Diktators Baschar al-Assad allerdings keine Rolle. Am Wochenende kamen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim Vertreter Moskaus und Teherans mit syrischen Ministern zusammen. „Ein wichtiges Thema ist die Wiederherstellung der Infrastruktur. Das wird nicht weniger als 360 Milliarden Euro kosten“, zitierte der russische Duma-Abgeordnete Dmitri Sablin aus einer Botschaft Assads. Außerdem machte der Diktator klar, dass er westliche Öl- und Gasunternehmen nicht im Land sehen wolle: „Wir streben an, dass russische Unternehmen hier tätig werden, und wir erwarten ihren schnellen Markteintritt.“

In Brüssel hieß es dazu, dass darin vor allem eine Antwort auf die amerikanische Politik zu sehen sei. Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass ein Engagement für einen Wiederaufbau Syriens nur möglich sei, wenn Assad nicht mehr im Amt wäre.

Vorrangig soll aber zunächst die humanitäre Hilfe sein. Nach Angaben aus UN-Kreisen habe die Regierung im vergangenen Jahr lediglich 47 der beantragten 172 Hilfskonvois genehmigt. Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ließ jedoch am Dienstag schon einmal aus dem Irak mitteilen, sein Etat (derzeit 8,7 Milliarden Euro) müsse deutlich erhöht werden. Ansonsten komme er nicht umhin, die Gelder für Syrien um rund 400 Millionen Euro zu kürzen.

Detlef Drewes Redaktion Brüssel /
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.