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NWZonline.de Nachrichten Politik

EU warnt vor neuer Zauberformel 5G

10.10.2019

Brüssel 5G gilt als die Zauberformel für das Hochgeschwindigkeits-Internet der Zukunft. Nun hat die Europäische Kommission erstmals die Risiken zusammengestellt – und dabei eine deutliche Warnung vor China ausgesprochen, ohne Peking direkt zu nennen. Zwar sei die neue Technologie, die sich „wesentlich vom bekannten Vorgängernetz 4G unterscheidet“, für die EU „ein wichtiger Faktor, um auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu sein“, heißt es in dem Papier, das am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wurde. Denn der weltweite Umsatz, der mit Hilfe des schnellen Netzes im Jahr 2025 möglich sei, wird auf 225 Milliarden Euro geschätzt. „Die Vorteile der 5G-Einführung in den vier Schlüsselsektoren Auto, Gesundheit, Verkehr und Energie dürften bei 114 Milliarden Euro pro Jahr liegen“, schreibt die EU-Behörde weiter. Aber es gebe auch viele Gefahren.

Bei den Risiken nennt die Kommission Hacker, Aktivisten und das organisierte Verbrechen. Die größte Bedrohung ginge aber von „Staaten und der Abhängigkeit von Drittanbietern“ aus. „Da Großkonzerne versuchen, eine globale Führungsrolle bei neuen Technologien einzunehmen, könnten sie diese nutzen, um geistiges Eigentum oder sensible Daten zu stehlen.“ Diese Warnung richtet sich unmissverständlich gegen den chinesischen Mobilfunk-Riesen Huawei, der bei der 5G-Technik eine weltweite Führungsrolle einnimmt. Wenn aber nur ein Anbieter praktisch die gesamte Infrastruktur des 5G-Netzes liefere und auch die Software stelle, sei die Abhängigkeit gefährlich hoch. Fazit der Brüsseler EU-Kommission: „Zusammen bilden diese Risiken eine neue Herausforderung in Sachen Sicherheit.“

Trotz aller deutlichen Warnungen dürfte die Zusammenstellung der Risiken für viele Bürger enttäuschend sein. Denn die Frage höherer Strahlung kommt nicht vor. Dabei hatten genau diese Bedenken Anfang dieses Jahres zu einem Stopp des Netzausbaus geführt. Die Umweltministerin der Hauptstadtregion Brüssel, Céline Fremault, ließ die Vorbereitungen für 5G sogar einstellen.

Detlef Drewes Redaktion Brüssel /
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