• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Umwelt: Wie sauber müssen Autos sein?

05.09.2018

Brüssel Wenige Tage vor der wichtigen Abstimmung im Umweltausschuss des EU-Parlamentes laufen die Autobauer Sturm gegen allzu ehrgeizige Grenzwerte. Sie wollen „realistische Vereinbarungen“. Doch den Umweltpolitikern ist das viel zu wenig.

Mit großen Befürchtungen sehen Europas Hersteller vor dem Montag nach Straßburg. Denn gleich die erste Entscheidung des Umwelt-Ausschusses wird für erheblichen Ärger sorgen. Es geht um neue Abgas-Grenzwerte bis 2030. „In unserer Branche herrscht große Sorge, ob wir das Ziel für 2021 erreichen, denn das wird schon knifflig“, sagte der Generalsekretär des europäischen Dachverbandes (Acea), Erik Jonnaert. Doch das ist noch harmlos im Vergleich zu den Grenzwerten, die die Umweltpolitiker für die nächsten Jahre festschreiben wollen.

Bis 2021 dürfen alle Neuwagen eines Herstellers im Schnitt nur noch 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. 2017 lag der errechnete Wert bei 118,5 Gramm – zum ersten Mal seit 2009 mit steigender Tendenz. Bis heute scheint nicht sicher, ob alle Autobauer dieses Zwischenziel erreichen. Doch danach sollen die Vorgaben deutlich niedriger festgezurrt werden.

„Um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris zu schaffen, müssten die Autos bis 2030 75 Prozent weniger CO2 emittieren“, sagte die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms. Da dies nicht mal im ansonsten ehrgeizigen Parlament durchsetzbar sei, begnüge man sich mit einem Abbau von 50 Prozent im Vergleich zu 2021. Andere deutsche Umweltverbände werben ebenfalls für einen Abbau um 60 oder 70 Prozent.

Die Branche hat große Probleme. Elektrofahrzeuge zählen nach wie vor nicht zu den Rennern. Und nach der Affäre um gefälschte Angaben bei Diesel-Autos ist die Nachfrage regelrecht eingebrochen – bedauerlicherweise, wie es bei Acea heißt. Denn der CO2-arme Diesel-Antrieb hatte bisher stets geholfen, den Durchschnittswert der Fahrzeugflotte zu drücken.

Detlef Drewes Redaktion Brüssel /
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.