BüMMERSTEDE - Aus über zehn Metern in die Tiefe: Mutig sprangen die Teilnehmer an der Ferienpassaktion in der Henning-von-Tresckow-Kaserne vom Sprungturm. Egal ob Junge oder Mädchen, die Jugendlichen hatten viel Spaß bei dieser Mutprobe.
„Der Sprungturm ist zwölf Meter hoch. Die Absprunghöhe ist bei 10,20 Meter“, informierte Hauptmann Michael Bärlein die Jugendlichen. Nach dem Sprung aus dem Turm fahren die Springer an einer Seilbahn zu Boden. Der Sprungturm ist ein elementarer Teil der Springerausbildung bei der Bundeswehr, erklärte Bärlein weiter.
„Es wird jeden Überwindung kosten, vom Turm zu springen“, betonte Oberstleutnant Rainer Grube. Das Ausbildungsgerät solle nämlich genau die Situation schaffen, in der die Soldaten ihre Angst überwinden müssen. „Ich bin schon ein paar Mal selbst gesprungen, aber wohl fühle ich mich dabei immer noch nicht“, verriet er den Jungen und Mädchen, bevor er selbst ihnen den Sprung vorführte.
Dann wurde es ernst für die Teilnehmer der Ferienpassaktion. In blauen Overalls, mit Stahlhelm und voller Sprungmontur erklommen sie die Stufen des Sprungturms. „Ganz schön schwer“, fand Tim Christophers, der als Erster auf dem Turm ankam, seine Ausrüstung. Nachdem er von den wartenden Soldaten fachgerecht angegurtet worden war, ging der 13-Jährige mutig zur Tür und sprang.
„Es kostet viel Überwindung“, sagte er nach seinen zwei Sprüngen. Beim zweiten Mal habe er das Erlebnis in luftiger Höhe aber viel mehr genießen können.
Auch Merja Köpke zeigte keine Angst vor der Höhe und war nach ihrem Sprung ganz begeistert: „Es ist ein bisschen wie Achterbahnfahren und hat sehr viel Spaß gemacht.“
Den Mut der Jungen und Mädchen fanden die Soldaten beeindruckend. Nach kurzem Zögern trauten sich alle, den Sprung zu wagen. Dafür wurden sie am Ende mit einer Urkunde belohnt.
Nach den Sprüngen konnten sich die Teilnehmer beim Mittagessen erholen und bei Frikadellen und Pommes über ihre Sprünge reden. Organisiert wurde die Ferienpassaktion vom Nawi-Haus. „Schön, dass auch viele Mädchen teilgenommen haben“, freute sich Wolfgang Oehrl. Das Angebot in der Tresckow-Kaserne sei etwas Besonderes.
