Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gemeinderat Bündnis scheitert mit Antrag zu geheimer Wahl

Bösel - Ab wann soll im Gemeinderat in geheimer Wahl abgestimmt werden können? Mit dieser Frage befassten sich die Ratsmitglieder auf ihrer Sitzung am Mittwochabend ausgiebig bei der Änderung der Geschäftsordnung. Hintergrund ist ein Antrag vom Bündnis Bösel, der die Beantragung der geheimen Wahl künftig mit einer Eindrittel-Mehrheit möglich machen sollte. Bislang ist die absolute Mehrheit der Ratsmitglieder dafür notwendig.

Matthias Preuth (Bündnis Bösel) betonte, damit solle der Mandatsträger geschützt werden und ihn vom vermeintlichen Fraktionszwang (in der CDU, Anmerkung der Redaktion) „losmachen“. In geheimer Wahl könnten die Ratsmitglieder „ohne Stress“ nur nach ihrem Gewissen abstimmen.

„Keine Scheu“

CDU-Fraktionschef Ludger Beeken konterte, in der CDU gebe es keinen „Zwang“, mit der Partei abzustimmen. Man könne in den Ratssitzungen offen diskutieren und offen abstimmen, ohne „Scheu vor der Öffentlichkeit“. „Das hat sich so bewährt.“ Peter Möhlmann (CDU) sagte, man müsse hinter den Entscheidungen stehen, auch öffentlich. Seine wie auch die Befürchtung des Bürgermeisters: Das Instrument der geheimen Wahl könne ständig in den Sitzungen gefordert werden.

Aus den Reihen der CDU sprach sich einzig Theo Gelhaus für die Absenkung aus. Heiko Thoben (CDU) merkte an, dass im Einzelfall jedem Ratsmitglied freigestellt sei, nach seinem Gewissen zu entscheiden. Der Antrag wurde bei elf Gegenstimmen (der CDU-Ratsmitglieder) abgelehnt – wie zuvor der Antrag, darüber in geheimer Wahl abzustimmen.

Beibehalten werden soll die Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung. Diskutiert worden war, ob die an das Ende der Sitzung gesetzt werden soll. Bürgermeister Hermann Block sprach sich für die bisherige Regelung aus, damit Einwohner noch vor einer Entscheidung des Gemeinderats gehört werden könnten.

Keine Filmaufnahmen

Verabschiedet worden ist auch die Änderung der Hauptsatzung. Nicht aufgenommen wurde – wie berichtet – die Erlaubnis, in Ratssitzungen und Ausschusssitzungen angefertigte Film- und Tondokumente zu veröffentlichen.

In Bezug auf den Antrag des Behindertenbeauftragten Reinhold Gehlenborg, Wetterschutzeinrichtungen an der St.-Cäcilia-Kirche und beim Löwenfestsaal in Petersdorf zu bauen, will man zunächst die Ergebnisse des beim Landkreis angesiedelten Arbeitskreises für den Öffentlichen Personennahverkehr abwarten. Der möchte alle Haltestellen im Landkreis ob ihrer Barrierefreiheit überprüfen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Empfehlungen vorliegen, Dann wird sich der Fachausschuss wieder mit dem Thema befassen – auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende