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Sicherheit Bürger feiern dankbar ihren Radweg

Holle/Oberhausen - Zehn Jahre ist es jetzt her, dass der Radweg an der Holler Landstraße, von der Einmündung Hauptstraße bis zur Kreisgrenze Wesermarsch, eingeweiht wurde Ein Radweg, auf den die Bürgerinnen und Bürger mehr als 25 Jahre gewartet hatten.

Zum „Zehnjährigen“ hatte der Wöschenlanner Heimatvereen jetzt zu einer Radtour eingeladen. Die Resonanz war enorm. Mehr als 80 Teilnehmer machten sich auf den Weg, um noch einmal zum Ausdruck zu bringen, wie dankbar die Anwohner sind, dass es diesen Radweg gibt.

„Kinder brauchen einen Radweg. Jetzt haben wir ihn. Danke!“ stand am 6. Juni 2004 auf einem Transparent an einem Schulbuswartehäuschen in Oberhausen.

Der neue Radweg war da schon seit einigen Monaten in Betrieb. Bürgerinnen und Bürger hatten ihn mit Eichlaub und Girlanden geschmückt. Zur Einweihung reiste sogar Niedersachsens damaliger Finanzminister Hartmut Möllring an.

Massiv eingesetzt

Viele Einwohner und der Heimatvereen hatten sich jahrelang massiv für den Bau des Radweges eingesetzt, unterstützt von örtlichen Ratsvertretern sowie Kreistags- und Landtagsabgeordneten.

Ingo Lange ist seit 1999 Vorsitzender des Wöschenlanner Heimatvereens. Er kann sich noch gut erinnern an eine große „Demo“ am 28. August 2000.

Weil es immer noch nicht vorangehen wollte mit dem Radweg, der so dringend erforderlich war für mehr Verkehrs- und vor allem Dingen Schulwegsicherheit, blockierten die Bürgerinnen und Bürger die Straße mit Fahrrädern.

Elfriede Heinemann, besorgte Anwohnerin der Holler Landstraße, hatte diesen Protest damals mit „angezettelt“. „Vorher hatte es auch schon Unterschriftenaktionen gegeben“, erinnerte sie sich. Doch die Bürger wurden immer wieder hingehalten. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h für den Kfz-Verkehr in dem Bereich sei seinerzeit abgelehnt worden.

Die Protestaktion sorgte für Aufsehen. „Es war der Tag der Einschulung“, weiß Heinemann zu berichten. Es sollte darauf hingewiesen werden, wie sehr die Schulkinder gefährdet seien. Der Protest im „Wöschenland“ brachte es damals bis ins NDR-Regionalprogramm.

Bereits Mitte der 90er Jahre hatte das Straßenbauamt Oldenburg einen Plan für den Radweg erstellt, ist alten NWZ -Berichten zu entnehmen. Die Radwegpläne verschwanden aber für einige Jahre in den Schubladen. Das Land sah den Ausbau als nicht so dringlich an.

780 000 Euro

Erst als im Rahmen eines Gemeinschaftsprogramms eine Mischfinanzierung möglich wurde, gelang der Durchbruch. Landkreis und Gemeinde kamen bei der Finanzierung mit ins Boot. Das Land musste nur noch 50 Prozent selber zahlen.

Am 6. Juni 2004 konnte dann nicht nur der neue Radweg an der Holler Landstraße (L 866), von der Einmündung Hauptstraße bis zur Kreisgrenze Wesermarsch, sondern auch der Radweg an der Hauptstraße (K 348) bis nach Wüsting eingeweiht werden.

780 000 Euro waren dafür insgesamt ausgegeben worden.

„Segen für unser Dorf“

„Ein Segen für unser Dorf“, so Heimatvereens-Vorsitzender Ingo Lange. „Wir sind sehr froh, dass wir den Weg haben“, stellte Anwohnerin Elfriede Heinemann fest. Sie hofft, dass es irgendwann dazu kommt, dass der Radweg auch auf der Wesermarsch-Seite fortgeführt werden kann, wie vor etwa acht Jahren auch das fehlende Teilstück an der Holler Landstraße bis zur Neuenweger Reihe gebaut wurde.

Die Jubiläums-Radtour startete bei Stolle in Neuenwege und führte bis Holle. An den Rastplätzen wurden kleine Pausen eingelegt, bevor am Ende beim Vereinslokal „Zur Krone“ mit Gegrilltem und Salaten der Tag ausklang. Für diejenigen, die nicht mit dem Rad fahren konnten, war extra ein Kremserwagen organisiert worden.  Nächste Veranstaltung des Wöschenlanner Heimatvereens ist die Erntefete am 18. Oktober im Gasthaus „Zur Krone“ in Oberhausen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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