BüRGERFELDE - Sie wollten ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister – und sie haben es bekommen: Am Freitag machten zehn Bürgerfelder ihrer Wut über das aus ihrer Sicht mangelnde Engagement der Stadt für den Hochwasserschutz Luft. Das Problem ist alt: Bei starkem Regen treten der Bürgerfelder Teich und die durch ihn fließende Südbäke über ihre Ufer. Viele Straßen in Bügerfelde, die Kleingartenanlage, Keller und Gärten werden überschwemmt. Allein im vergangenen Jahr passierte das drei Mal

Wie berichtet, hatten Betroffene in der jüngsten Umweltausschuss-Sitzung von ihren schlimmen Erlebnissen erzählt. Einer von ihnen, Heiko Eichbaum, warf der Stadt vor, sie nehme das alles auf die leichte Schulter. Nur wenige Tage später erklärte Gerd Schwandner das Thema zur Chefsache. Und das betonte er nochmals am Freitag vor den Besuchern, zu denen auch Vertreter des Kleingärtnervereins und der Sportfischer gehörten.

„Er hat zugesagt, dass es kurzfristige Maßnahmen geben wird“, so Heiko Eichbaum. In den nächsten vier Wochen solle damit begonnen werden. Vorgesehen ist unter anderem der Bau (durch die Haaren-Wasseracht) eines Sandfangs an der Südbäke, unmittelbar vor dem Zulauf in den Bürgerfelder Teich. Die Stadt will den Teich außerdem im Bereich des Zulaufs entschlammen. Die Fachhochschule Oldenburg wird im Auftrag der Haaren-Wasseracht die Südbäke inklusive Randstreifen vom Teich bis zur Einmündung in die Ofenerdieker Bäke (Bereich der Straßen Husbrok/Vahlenhorst) aufmessen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über weitere mögliche Maßnahmen bringen. Außerdem wird die Haaren-Wasseracht mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) über zusätzlichen Speicherraum für die Ofenerdieker Bäke auf dem Fliegerhorstgelände verhandeln. Das könne auch die Südbäke spürbar entlasten.

Gerd Schwandner erklärte den Bürgern, er werde einen Ansprechpartner für sie benennen. Der solle mit den Betroffenen Verbindung halten und für deren Anregungen, Fragen und Hinweise schnell erreichbar sein.

Mit dem Thema wird sich der Umweltausschuss auch in seiner nächsten Sitzung beschäftigen. Die ist am Donnerstag, 14. Februar, 17 Uhr, im Alten Rathaus.