Schwei - Ratsherr Claas Vollers, parteiloses Mitglied der CDU-Fraktion, äußert sich betrübt über die Äußerungen von Bürgermeister Klaus Rübesamen (NWZ vom 19. Juni: „,Claas Vollers‘ Kritik ist unredlich“).
„Es ist nun gar nicht mein Stil und auch nicht meine Absicht gewesen, solche Schlagzeilen, weder in die eine noch in die andere Richtung, zu produzieren“, betont der Kötermoorer in einer E-Mail an die NWZ . „Ich wollte lediglich auf den aktuellen Stand bezüglich der Tennet-Planungen gebracht werden, und bin nach wie vor der Meinung, dass aufgrund der Berichterstattung der Zeitung der Bürgermeister unter dem Tagesordnungspunkt ,Bericht des Bürgermeisters‘ die Gelegenheit zur Aufklärung hätte nutzen sollen und müssen, zumal das Thema in und um Schwei sehr kontrovers diskutiert wurde.“
„Es ist richtig, dass die Ratsmitglieder im Dezember von der Gemeindeverwaltung über ein Schreiben der Firma Tennet unterrichtet wurden“, bestätigt Claas Vollers eine Aussage von Klaus Rübesamen. „Aus dem Schreiben geht allerdings hervor, dass die Planungen lediglich ,vorerst nicht weiterverfolgt werden‘ sollen.“
Vollers weiter: „Meine Anfrage in der Ratssitzung, verbunden mit der Informationskritik war im Zusammenhang mit dem Zeitungsbericht vom 9. Mai ,„Keine Strom-Station auf freiem Land‘ gestellt. In dem Artikel wurde über das endgültige Planungsaus berichtet.“
„Ich finde es sehr schade, dass der Bürgermeister meine Frage und Kritik in der Ratssitzung als unredlich bezeichnet“, schreibt Vollers. „Denn in der Ratssitzung hat Herr Rübesamen geantwortet, das er selbst von der Berichterstattung überrascht war. Des Weiteren hat er wörtlich gesagt, dass ein Schreiben der Firma Tennet im Rathaus nicht vorliegt beziehungsweise noch gesucht wird. ,Wir haben das nicht gewusst, dass müssen Sie mir glauben‘, hat der Bürgermeister wörtlich gesagt. Er war also, genau wie ich auch, im Zusammenhang mit dem Zeitungsbericht nicht von dem oben genannten Schreiben der Firma Tennet ausgegangen, sondern hat offensichtlich ein weitergehendes Schreiben vermutet.“
Das erkläre auch, warum bei der Jahreshauptversammlung des Landvolkvereins Schwei im März Bürgermeister Klaus Rübesamen die Anwesenden nicht über die aktuellen Entwicklungen bei der Konverterstation in Kenntnis gesetzt habe, obwohl das Thema im Zusammenhang des Flächenverbrauchs und der einhergehenden Flächenverknappung für die hiesige Landwirtschaft sehr kritisch angesprochen worden sei.
