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Verwaltung Bürgermeister: Wahl ja, aber wenig Kampf

Stephan Onnen

Hude - Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Weichen für die Wahl des nächsten hauptamtlichen Bürgermeisters gestellt. Über die Nachfolge von Amtsinhaber Axel Jahnz, der sich nach 16 Jahren an der Spitze des Huder Rathauses bekanntlich um den Oberbürgermeisterposten in Delmenhorst bewirbt, soll in Hude am Sonntag, 25. Mai 2014, entschieden werden. Die Wahlleitung übernimmt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Wolfgang Martens. Stellvertreterin ist Jutta Settelmeier. Außerdem entschied der Rat, dass eine eventuelle Stichwahl drei Wochen später, am 15. Juni, stattfindet. Normalerweise wären zwei Wochen üblich gewesen – doch dieser Termin würde auf den Pfingstsonntag fallen. „Da hätten wir Probleme, Wahlvorstände mit bewährten Mannschaften zusammenzubekommen“, ahnte Martens.

„Vorgespräche“ geführt

Während der formale Rahmen nun klar ist, werden hinter vorgehaltener Hand erste Bewerbernamen gehandelt. SPD-Fraktionschef Heiko Aschenbeck bestätigte gegenüber der NWZ, dass seine Partei mit den anderen Fraktionen bereits Vorgespräche geführt habe. „Es kann auf eine gemeinsame Ausschreibung hinauslaufen“, sagte Aschenbeck, der dem Gedanken, im Konsens einen Nachfolger für Jahnz zu finden, viel Positives abgewinnen kann.

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Linnemann kann sich „ein gemeinsames Tun“ vorstellen – „im Sinne der Sache für Hude“. Kompetenz im Amt sei für ihn wichtiger als „Parteimusik“. Er wünscht sich einen „neutralen Mittler“, der sich auf Sachaufgaben konzentriert und Kostenbewusstsein walten lässt.

„Gemeinsam in eine Richtung zu gucken“, damit kann sich auch FDP-Fraktionschefin Marlies Pape anfreunden. Sie sieht hier aber die beiden großen Fraktionen am Zug, an einen eigenen FDP-Kandidaten denkt die Liberale nicht.

Uneinig war sich der Rat, was die Dauer der Bürgermeisteramtszeit angeht: Die CDU hatten einen Resolutionsentwurf eingebracht mit dem Ziel, die von der rot-grünen Landesregierung geplante Verkürzung der bisherigen achtjährigen Amtszeit auf künftig fünf Jahre zu verhindern.

„Taktisches Geplänkel“

„Die Verkürzung schadet der kommunalen Selbstverwaltung“, sagte CDU-Fraktionschef Horst Linnemann, fand damit aber nur bei der FDP Unterstützung. Mit 18:9-Stimmen lehnten SPD, Grüne, Freie Wähler und Linke die Verabschiedung dieser Resolution ab. Bürgermeister Axel Jahnz enthielt sich.

Die Grünen warfen der CDU vor, die Resolution „aus taktischem Geplänkel“ eingebracht zu haben. Fraktionschefin Birte Wachtendorf sagte, man wolle das Ansinnen der Landesregierung nicht konterkarieren, was ihr den CDU-Vorwurf eintrug, die Parteiräson über das gemeindliche Wohlergehen zu stellen. SPD-Ratsherr Paul Konertz verwies am Freitag in einer Pressemitteilung darauf, die jetzt noch geltende achtjährige Amtszeit führe dazu, dass Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen voneinander losgelöst sind. Darunter leide die Wahlbeteiligung. Eine Bürgermeisterwahl, die wie in Hude im nächsten Jahr mitten in die Amtszeit des Rates falle, erzeuge unnötig politische Spannungen.

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