Sanderahm - Den ersten Schritt zum Generationswechsel hat der Bürgerverein Sanderahm in seiner Jahreshauptversammlung am Freitagabend gemacht. Der Posten für den zweiten Vorsitz musste nachbesetzt werden. Hier erklärte sich Urte Backhaus zur Mitarbeit bereit, sie war auch zuvor schon sehr aktiv.

Im kommenden Jahr will „Stefan“ Hans-Joachim Leimbrinck mit dann 73 Jahren sein Amt als Vorsitzender abgeben. Backhaus signalisierte schon jetzt, dass sie bereit sei, das Amt dann zu übernehmen. Leimbrinck hatte den Zweigverein des Bürgervereins Sande zuvor als sehr aktive Gemeinschaft beschrieben, die allerdings Nachwuchs gebrauchen könne. Der Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, Kritik anzubringen, statt sich zurückzuziehen falls einmal etwas nicht klappe oder gefalle. Der Vorstand sei jederzeit für kritische Stimmen offen. Die Gemeinschaft versteht sich als Mittler zwischen Bürgern und Verwaltung, aber auch als Ansprechpartner bei Ärger sowie als Organisator von Veranstaltungen und Festen zur Stärkung der Nachbarschaft.

Bürgermeister Stefan Eiklenborg legte die finanzielle Situation in Sande dar. Er kündigte „harte Zeiten“ an, denn ohne Einsparungen werde es nicht gehen. Wo die allerdings ansetzen sollten, müsse die Politik entscheiden. „Alle gucken immer auf den Bürgermeister – dabei ist die Politik entscheidend. Ich kann nur Vorschläge machen und die Entscheidungen der Politik umsetzen“, erklärte er.

Heftige Kritik übte Monika Willenbücher-Orths an dem Pflegeschnitt der Linden in Sanderahm, der ihrer Meinung nach „völlig dilettantisch“ vorgenommen worden sei. Die Mitarbeiter des Bauhofs hätten die Bäume so beschnitten, „dass es nicht wieder gutzumachen ist“. Wenn der Bauhof solche Arbeiten ausführen solle, dann müsste auch eine Fortbildung angeboten werden, erklärte sie. Weiteren Ärger gibt es, weil am Altendeichsweg immer wieder wilde Müllkippen entstehen. Zudem wurde beobachtet, dass seit der Fertigstellung der Straße nach der Sanierung vor allem Lohnunternehmer aus der Landwirtschaft zu schnell fahren.

Urte Backhaus, selbst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu Hause, erklärte, die Landwirte hätten viel versucht, aber bei den Fahrern nichts erreichet. Sie bat den Bürgermeister, von offizieller Stelle einzugreifen und sich direkt an den Lohnunternehmer zu wenden.