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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot

24.03.2016

Berlin Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist einer Studie zufolge für ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen. Dies geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Forsa-Umfrage hervor, die von der atomkritischen Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Auftrag gegeben wurde.

Danach sprechen sich rund 93 Prozent für ein Atomwaffenverbot aus. 85 Prozent befürworteten einen Abzug der auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen der USA.

Laut IPPNW existieren weltweit über 15 000 Atomwaffen, mehr als 90 Prozent davon gehören den USA und Russland. Viele dieser Waffen verfügten über eine vielfach höhere Sprengkraft als die der Hiroshima-Bombe.

Rund 1800 nukleare Sprengkörper befänden sich in „höchster Alarmstufe“ und seien binnen weniger Minuten abfeuerbereit. „Nach dem Einsatz einer Atomwaffe wäre effektive humanitäre Hilfe unmöglich“, mahnte Inga Blum, Vorstandsmitglied der deutschen IPPNW-Sektion. Dann stünden weder Krankenhäuser noch Verkehrs- und Kommunikationssysteme zur Verfügung.

Für die Umfrage hat das Forsa-Institut etwa 1000 Bundesbürger befragt.

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