• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Bundeskanzler Schüssel legt Ämter nieder

10.01.2007

WIEN WIEN/DPA/AFP - Die rot-schwarze Große Koalition in Österreich ist endgültig besiegelt. Nach der konservativen Volkspartei (ÖVP) stimmte am Dienstag auch der Vorstand der Sozialdemokraten (SPÖ) in Wien für ein Regierungsbündnis beider Parteien. ÖVP und SPÖ hatten bei der Wahl am 1. Oktober 2006 zusammen knapp 70 Prozent der abgegebenen Stimmen gewonnen.

Zugleich gab der noch amtierende Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (61) überraschend seinen Rücktritt als Parteivorsitzender der ÖVP bekannt. Sein geschäftsführender Nachfolger ist der bisherige ÖVP-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Molterer (51), dessen Amt wiederum Schüssel übernehmen will. Molterer wird im Kabinett des designierten SPÖ-Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer Finanzminister und Vizekanzler.

Nicht weniger überraschend als Schüssels Rücktritt vom ÖVP-Vorsitz kam am Morgen auch der Rückzug von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (38), der zuvor als Finanzminister und sogar als Vizekanzler für die ÖVP gehandelt worden war. „Sieben Jahre sind genug“, betonte der nicht unumstrittene Politiker, der mit der Tiroler Kristall-Erbin Fiona Swarovski verheiratet ist. Grasser war immer wieder durch verschiedene „Unregelmäßigkeiten“ bei seiner Amtsführung, aber auch durch seine Beziehung zu Swarovski in die Schlagzeilen gekommen.

Wer für die Sozialdemokraten künftig im Kabinett des designierten Kanzlers Gusenbauer sitzen wird, soll jedoch erst an diesem Mittwoch bekannt gegeben werden. Bei den Sozialdemokraten wurde der Rückzug Grassers und Schüssels mit Erleichterung registriert. Beide galten als potenzielle Störfaktoren in einer künftigen Koalitionsregierung.

Die ÖVP-Führung nominierte am Dienstag neben Molterer (Finanzministerium) unter anderem auch die bisherige Außenministerin Ursula Plassnik erneut für das neue Kabinett. Sie soll ebenso im Amt bleiben wie Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Landwirtschaftsminister Josef Pröll. Neuer Innenminister wird der bisherige ÖVP-Verteidigungsminister Günther Platter.

Die Verteilung der 14 Ministerämter und sechs Staatssekretärsposten wurde von den Anhängern der Sozialdemokraten kritisiert. Die SPÖ-Parteizentrale wurde nach Bekanntwerden der Zusammensetzung des künftigen Kabinetts mit Protestbriefen überschüttet.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.