Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist neben Verfassungsschutz und Militärischem Abschirmdienst (MAD) einer von drei deutschen Nachrichtendiensten. Der BND wurde in seiner jetzigen Form 1956 gegründet und ist dem Bundeskanzleramt unterstellt. Der für die Auslandsaufklärung zuständige BND beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter. Sie sind auf die beiden Standorte Pullach bei München und Berlin verteilt. In der Hauptstadt entsteht gegenwärtig eine neue Zentrale, in die 2013 rund 4000 BND-Angehörige einziehen sollen. Das Budget wird auf jährlich rund 400 Millionen Euro geschätzt. Präsident des BND ist seit 2005 der 61-jährige Ernst Uhrlau. In den vergangenen Jahren geriet der BND mehrfach negativ in die Schlagzeilen. Ende 2005 wurde bekannt, dass er jahrelang Journalisten bespitzelt hatte, um Lecks in den eigenen Reihen aufzudecken.